Ontarios Regierung unter Druck: Undurchsichtiger Flugzeug-Deal mit Bombardier
Marie SchulzOntarios Regierung unter Druck: Undurchsichtiger Flugzeug-Deal mit Bombardier
Die Regierung Ontarios steht wegen des Kaufs und Verkaufs eines Bombardier-Challenger-650-Geschäftsflugzeugs in der Kritik. Für 28,9 Millionen Dollar erworben, wurde das Flugzeug bereits am 22. April 2023 wieder an den Hersteller zurückgegeben – doch die Opposition zweifelt an der Transparenz des Vorgangs.
Die Opposition wirft der Regierung vor, zentrale Fragen offen zu lassen, während Forderungen nach einer unabhängigen Prüfung lauter werden. Die Regierung Ontarios hatte das Flugzeug ursprünglich für 28,9 Millionen Dollar gekauft. Wie Steve Clark, Regierungsführer im Parlament, betont, sei es später zum gleichen Preis wieder an Bombardier verkauft worden. Dennoch blieb das Flugzeug laut Kritikern noch eine Woche nach dem offiziellen Rückgabedatum im Besitz der Regierung.
Marit Stiles, Vorsitzende der NDP, wirft der Regierung vor, wichtige Details über die Transaktion bewusst zurückzuhalten. Auch John Fraser, kommissarischer Vorsitzender der Liberalen, fordert Aufklärung darüber, wer während der Übergangsphase tatsächlich Eigentümer des Flugzeugs war. Bisher hat die Regierung keine weiteren Unterlagen vorgelegt, um diese Lücke zu erklären.
Kritiker gehen noch einen Schritt weiter: Sie fordern eine Untersuchung durch den Rechnungsprüfer, um zu klären, ob der Verkauf den vorgeschriebenen Verfahren entsprochen hat. Die Opposition besteht auf eine unabhängige Überprüfung des gesamten Kauf- und Wiederverkaufsprozesses, um mögliche Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Trotz der Versicherungen der Regierung bleiben zentrale Fragen zum Verkauf des Flugzeugs unbeantwortet. Solange keine vollständige Transparenz hergestellt wird, dürfte der Druck auf die Regierung Ontarios weiter anhalten – insbesondere, da die Opposition weiterhin auf eine lückenlose Aufklärung des Sachverhalts pocht.






