Mutter droht 15 Jahre Haft nach Tod ihres Sohnes durch Hitzschlag im Auto
Tim SimonMutter droht 15 Jahre Haft nach Tod ihres Sohnes durch Hitzschlag im Auto
Eine Frau aus Mexicali muss sich wegen schwerer Vorwürfe verantworten, nachdem ihr dreijähriger Sohn an einem Hitzschlag gestorben ist. Roxana N. soll das Kind während einer extremen Sommerhitze über Nacht in einem abgeschlossenen Auto zurückgelassen haben. Die Behörden haben nun bestätigt, dass sie eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren anstreben.
Der Vorfall ereignete sich in Mexicali, wo sommerliche Hitzewellen die Temperaturen auf gefährliche Werte treiben. An dem betreffenden Tag schwankten die Messwerte zwischen 30 °C und 34 °C. Am Körper des Jungen wurden später Verbrennungen ersten Grades an Armen und Oberschenkeln festgestellt – Anzeichen einer langen Hitzeeinwirkung.
Die Generalstaatsanwältin von Baja California, María Elena Andrade Ramírez, gab die Anklage gegen Roxana N. bekannt. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von acht bis 15 Jahren wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung mit bedingtem Vorsatz. In der Region hat es in den letzten Jahren mehrfach Todesfälle durch Hitzschlag gegeben, wobei Mexicali zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt.
Der Fall wird nun durch das Justizsystem verhandelt, wobei die Anklage auf eine lange Haftstrafe drängt. Der Tod des Kindes unterstreicht die tödlichen Gefahren extremer Hitze in verschlossenen Fahrzeugen. Mexicali bleibt eine der Städte mit den höchsten Todesraten während sommerlicher Hitzewellen.






