Lehrerproteste in Mexiko: CNTE nutzt WM 2026 für soziale Forderungen
Die Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación (CNTE) nutzt die anstehende FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 in Mexiko, um auf ihre politischen und sozialen Forderungen aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaft bleibt dabei konsequent bei ihren Kernanliegen: die Aufhebung der Rentenreformen, bessere Bezahlung und die Vernetzung mit anderen sozialen Bewegungen. Die CNTE hat ein unbefristetes Protestcamp in Mexiko-Stadt eingerichtet, um ihre Forderungen während der Weltmeisterschaft zu präsentieren. Rund 10.000 Lehrerinnen und Lehrer beteiligen sich an dem Streik und den Demonstrationen. Die Gewerkschaft verlangt höhere Löhne sowie eine grundlegende Umgestaltung des Rentensystems und lehnt die aktuellen individuellen Rentenkonten sowie die an der Unidad de Medida y Actualización (UMA) orientierten Zahlungen ab.
Zusätzlich fordert die CNTE die Abschaffung des Rentenreformgesetzes ISSSTE von 2007 sowie die Rücknahme der Bildungsreformen der vergangenen Jahre. Um ausländische Besucher und internationale Medien über ihre Anliegen zu informieren, wird die Gewerkschaft Informationsmaterial in mehreren Sprachen erstellen. Dabei betont sie, die globale Aufmerksamkeit auf ihre Kämpfe und die verbündeter Gruppen lenken zu wollen – ohne jedoch die Spiele im Estadio Azteca zu stören. Das Protestcamp und der Streik der CNTE halten weiterhin an, während die Weltmeisterschaft näher rückt. Die Gewerkschaft setzt damit ihre langjährigen Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und strukturellen Veränderungen im Bildungs- und Rentensystem fort.
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