30 June 2026, 22:25

DEA in New Mexico unter Verdacht: Fentanyl-Lieferungen und tödliche Folgen

New Mexico ermittelt gegen DEA wegen mutmaßlicher Fentanyl-Vertuschung zwischen 2023 und 2025

DEA in New Mexico unter Verdacht: Fentanyl-Lieferungen und tödliche Folgen

In New Mexico wird die US-Drogenbehörde DEA wegen des Vorwurfs untersucht, zwischen 2023 und 2025 kontrollierte Fentanyl-Lieferungen in Gemeinden zugelassen zu haben. Die umstrittene Taktik steht im Verdacht, gegen Landes- und Bundesvorschriften zu verstoßen und könnte mit der stark gestiegenen Zahl an Überdosis-Todesfällen im Bundesstaat zusammenhängen. Generalstaatsanwalt Raúl Torrez leitete eine strafrechtliche Untersuchung gegen Bundesagenten ein, während Gouverneurin Michelle Lujan Grisham mit Milliarden an zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen drohte. Sie kritisierte zudem die Regierungen unter Biden und Trump für den anhaltenden Fentanyl-Strom. Gleichzeitig drängte sie das Weiße Haus und den Kongress, die Aufgabe der umstrittenen Taktik der DEA zu bestätigen.

Trotz der bekannten Risiken hatte die DEA die kontrollierten Lieferungen des hochpotenten Opioids weiter zugelassen. In New Mexico stiegen die Überdosis-Todesfälle im vergangenen Jahr um 21 Prozent an – ein deutlicher Gegentrend zum Rückgang in den USA insgesamt. Albuquerque-Bürgermeister Tim Keller bezeichnete Fentanyl unterdessen als größte Herausforderung für seine Stadt. Die Ermittlungen gegen die DEA könnten weitreichende Folgen haben, da die Strategie der Behörde nicht nur rechtlich fragwürdig erscheint, sondern auch mit der Verschärfung der Drogenkrise in New Mexico in Verbindung gebracht wird. Die politische und juristische Auseinandersetzung um die Verantwortung für die Opioid-Epidemie dauert an.

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