Kein A26 bis 2026 - Was passiert mit dem Autobahnbau in Hamburg - Hamburgs Straßenbau bleibt jahrelang eine einzige Großbaustelle
Hamburgs große Straßenbauprojekte bleiben weiter von langen Verzögerungen und Rückschlägen geprägt. Zwar nähern sich einige Sanierungs- und Ausbauarbeiten dem Abschluss, doch die Fertigstellung zentraler Infrastrukturvorhaben liegt noch Jahre in der Zukunft. Autofahrer und Pendler müssen sich auch 2024 auf kaum spürbare Entlastung einstellen – die Baustellen in der gesamten Stadt werden weiter für Behinderungen sorgen.
Der Alte Elbtunnel zählt zu den wenigen Projekten, die sich in der Endphase befinden. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten sollen sowohl die Fußgänger- als auch die Fahrradröhren bis Mitte 2026 wiedereröffnet werden. Die Komplettsanierung der Neuen Elbbrücke hingegen hat sich wegen schwerer struktureller Schäden bis November 2026 verzögert, wobei die Reparaturen in Fahrtrichtung Innenstadt voraussichtlich bis Ende Januar 2024 abgeschlossen sein dürften.
Die Instandsetzungsarbeiten auf der A25 zwischen Hamburg-Südost und Neuallermöhe-West liegen im Plan und sollen bis Ende August 2024 fertiggestellt werden. Danach wird der Verkehr in beide Richtungen wieder ungehindert fließen. Andere dringende Baumaßnahmen stecken jedoch weiter fest: Die Norderelbbrücke auf der A1 ist seit März 2023 mit Verkehrseinschränkungen belegt, ein Ersatzneubau könnte frühestens im Herbst 2024 beginnen – vorausgesetzt, die notwendigen Bundesmittel werden bewilligt.
Der seit 2014 laufende Ausbau der A7 wird sich mindestens bis 2029 hinziehen. Dazu gehört die Erweiterung der Autobahn auf jeweils acht Spuren südlich und nördlich des Elbtunnels. Ein weiteres großes Hindernis stellt die A26-Ost (Hafenpassage) dar, deren Bau nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erst 2027 beginnen kann. Die strukturell bereits fertige A26-West wird wegen schwieriger Bodenverhältnisse und komplexer Tunnelarbeiten frühestens 2028 an das Straßennetz angebunden.
Andere Langzeitprojekte wie der Altonaer Lärmschutztunnel werden voraussichtlich erst Ende 2029 abgeschlossen. Die Ersatzneubauten für die Köhlbrandbrücke und die Norderelbbrücke stehen noch nicht einmal in den Startlöchern und vergrößern so den Stau an überfälligen Infrastrukturvorhaben.
Hamburgs Straßennetz wird noch auf Jahre hinaus eine einzige große Baustelle bleiben. Zwar werden einige Sanierungen – wie auf der A25 – bald für Entlastung sorgen, doch die meisten Großprojekte kämpfen mit massiv verlängerten Zeitplänen. Pendler und Anwohner müssen sich auf anhaltende Behinderungen weit über dieses Jahrzehnt hinaus einstellen.






