Chaos und Gedränge: Berlins Maidemo bringt 50.000 auf die Straßen – und zum Stehen
Lukas BraunChaos und Gedränge: Berlins Maidemo bringt 50.000 auf die Straßen – und zum Stehen
Berlins jährliche Revolutionäre Maidemonstration lockte fast 50.000 Menschen auf die Straßen
Am Tag der Arbeit zog die traditionelle Kundgebung, eine Mischung aus politischem Protest und Straßenfest, Tausende in den Bezirk Kreuzberg – doch die Massen sorgten für erhebliche Verzögerungen und brachten den Demonstrationszug nahezu zum Stillstand.
Erst am Nachmittag hatte die Spitze des Zuges Neukölln erreicht, während das Ende noch immer auf der Oranienstraße in Kreuzberg feststeckte. Durch die große Lücke zwischen beiden Teilen spaltete sich die Demonstration zeitweise auf; Teilnehmer mussten bis zu einer halben Stunde warten, bevor sie sich langsam vorwärtsbewegen konnten. Immer wieder kam es zu chaotischen Szenen durch das Gedränge.
Die Liga der Kommunisten berichtete auf X, ihr Block sei auf der Glogauer Straße „festgesessen“ – blockiert von der schieren Menge an Feiernden, die Kreuzberg füllten. Zahlreiche umliegende Straßen wurden für den Verkehr gesperrt, die Polizei leitete U-Bahn-Linien um und ließ mehrere Stationen aus. Gegen Abend sperrten Beamte zudem den Zugang zum Görlitzer Park.
Trotz der logistischen Herausforderungen blieb die Veranstaltung laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) friedlich. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort, um die Lage zu überwachen.
Die Demonstration, eine der größten Berlins zum Tag der Arbeit, unterstrich einmal mehr die Tradition der Stadt, Protest mit Straßenfesten zu verbinden. Mit fast 50.000 Teilnehmern gelang es den Organisatoren und Behörden, die Kundgebung geordnet ablaufen zu lassen – auch wenn die schiere Anzahl der Demonstranten für massive Bewegungseinschränkungen sorgte.






