Bürgermeister-Kandidat Grigorjew scheitert an eigener Partei in Jakutsk
Marie SchulzBürgermeister-Kandidat Grigorjew scheitert an eigener Partei in Jakutsk
Die Bewerbung von Jewgeni Grigorjew um das Amt des Bürgermeisters von Jakutsk ist auf ein unerwartetes Hindernis gestoßen. Der Kandidat hatte seine Unterlagen beim Regionalverband von Einiges Russland eingereicht, doch die Partei lehnte seine Kandidatur trotz bereits erfolgter Einreichung ab. Lokale Medien hatten diese Entwicklung bereits im März vorhergesehen. Grigorjew hatte sich beim Jakutien-Zweig von Einiges Russland um die Nominierung beworben, in der Hoffnung, die Unterstützung der Partei zu erhalten. Nadschesda Seljutina, die Leiterin der regionalen Parteizentrale, lehnte seinen Antrag jedoch ab. Dies steht im Widerspruch zu den Plänen der Partei, die bereits einen bevorzugten Kandidaten für das Rennen um das Bürgermeisteramt hat.
Das Auswahlgremium prüft derzeit die Unterlagen von sechs Bewerbern, wobei die endgültige Kurzliste am 19. Juni feststehen wird. Ein Insider aus Grigorjews Team betonte, es sei nur fair, für die Partei anzutreten, die ihn bereits 2021 unterstützt habe. Sein Versuch, sich zu bewerben, erschwert jedoch seine Chancen und widerspricht den internen Plänen von Einiges Russland. Die Ablehnung durch den Regionalverband bedeutet einen Rückschlag für Grigorjews Ambitionen. Die Entscheidung des Gremiums bis zum 18. Juni wird zeigen, ob er weiterhin eine Chance auf das Amt hat oder ob seine Bewerbung endgültig gescheitert ist.






