09 May 2026, 20:12

Biomarkt für Gartenbedarf wächst dreimal schneller als konventionelle Produkte

Altes Buchcover mit der Aufschrift "Düngemittel Saatgut Landmaschinen 1941" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen, umrandet von Weiß.

Biomarkt für Gartenbedarf wächst dreimal schneller als konventionelle Produkte

Der Biomarkt für Gartenbedarf wächst rasant – und übertrifft das Wachstum konventioneller Produkte um das Zwei- bis Dreifache. Durch aktuelle globale Entwicklungen steigen immer mehr Hobbygärtner auf biologische Alternativen um als je zuvor.

Seit der COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage nach Bio-Düngemitteln stark angestiegen. Viele Gärtner verzichten zunehmend auf synthetische Produkte, da deren Preise in die Höhe schnellen. Gleichzeitig haben die Hersteller die Rohstoffe für chemische Dünger in dieser Saison bereits gesichert, sodass die Versorgung vorerst gewährleistet ist.

Die eigentlichen Engpässe zeigen sich jedoch in der Lieferkette. Explodierende Dieselpreise erschweren pünktliche und kostenneutrale Transporte. Trotz dieser Herausforderungen sind die meisten synthetischen Düngemittel noch erhältlich – wenn auch nicht mehr lange zu den aktuellen Preisen.

Der große Zulieferer Compo gibt an, dass bereits rund zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzenschutzmitteln biozertifiziert sind. Dennoch dominieren in einigen Bereichen weiterhin synthetische Produkte. Ein Liter flüssiger Mineraldünger, der derzeit etwa 12 Euro kostet, könnte im nächsten Jahr auf 13 oder 14 Euro steigen. Die erwartete Preiserhöhung hängt mit den Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran zusammen, die Lieferketten weiter belasten und die Kosten in die Höhe treiben könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Da synthetische Dünger immer teurer werden, gewinnen biologische Alternativen an Boden. Dieser Wandel spiegelt nicht nur veränderte Verbrauchergewohnheiten wider, sondern auch den globalen Druck auf die Versorgungsketten. Angesichts hoher Dieselkosten und geopolitischer Spannungen müssen Gärtner im kommenden Jahr mit höheren Ausgaben und einem eingeschränkten Angebot rechnen.

Quelle