Zwei US-Abgeordnete fordern Enthüllung aller Epstein-Namen – trotz Parteienstreit
Clara FrankeZwei US-Abgeordnete fordern Enthüllung aller Epstein-Namen – trotz Parteienstreit
Zwei US-Abgeordnete aus verfeindeten Lagern haben sich zusammengeschlossen, um im Fall Jeffrey Epstein für mehr Transparenz zu kämpfen. Der Republikaner Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna fordern die Veröffentlichung bisher geschwärzter Namen, die mit dem in Verruf geratenen Finanzier in Verbindung stehen. Ihr Vorstoß hat neue Forderungen nach Rechenschaftspflicht ausgelöst und die politischen Spannungen wiederbelebt.
Massie, ein libertärer Republikaner, der für seine Haltung gegen staatliche Eingriffe bekannt ist, setzt sich seit Langem für eine lückenlose Aufklärung von Epsteins Verbrechen ein. Gemeinsam mit Khanna, einem progressiven Demokraten, der die Präsidentschaftskampagnen von Bernie Sanders unterstützte, haben die beiden ungeschwärzte Dokumente gesichtet und die geheim gehaltenen Details scharf verurteilt. In einer Rede vor dem Repräsentantenhaus nannte Khanna öffentlich sechs bisher anonymisierte Personen, die mit dem Fall in Verbindung stehen.
Die beiden Abgeordneten bestehen nun darauf, dass alle Namen der Männer veröffentlicht werden, die in Epsteins Menschenhandelnetzwerk verwickelt waren. Ihr Vorhaben findet unerwartete Unterstützung – unter anderem von Marjorie Taylor Greene, einer ehemaligen überzeugten Trump-Anhängerin. Gleichzeitig sieht sich Massie innerhalb der eigenen Partei mit Widerstand konfrontiert: Der frühere Präsident Donald Trump soll angeblich versuchen, ihn aus dem Amt zu drängen.
Zusätzlichen Druck übt Massie auf Handelsminister Howard Lutnick aus, von dem er wegen angeblicher Verbindungen zu Epsteins Umfeld den Rücktritt fordert. Die überparteiliche Allianz zwischen Massie und Khanna markiert einen seltenen Moment der Einigkeit zwischen den Lagern in der Frage nach Gerechtigkeit in diesem viel beachteten Skandal.
Die erneute Aufmerksamkeit für den Epstein-Fall setzt Behörden unter Zugzwang, weitere Informationen preiszugeben. Mit Massie und Khanna an der Spitze könnte die Forderung nach vollständiger Offenlegung weitere Schritte erzwingen. Die politischen Folgen ihres Engagements bleiben ungewiss, doch der Druck für mehr Transparenz gewinnt weiter an Fahrt.






