"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce bezaubert Nischni Nowgorod zum Saisonfinale
Lukas Braun"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce bezaubert Nischni Nowgorod zum Saisonfinale
Das Theater Komedija in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit Zwei Hasen auf einmal – einer temperamentvollen musikalischen Farce. Unter der Regie von Anna Feketa wurde der Klassiker neu interpretiert und vom Kiew der Originalvorlage ins Odessa der 1920er Jahre verlegt. Die Inszenierung vereint opulente Tanzeinlagen mit Liedern, die direkt in die Handlung eingebettet sind.
Bei dieser Version handelt es sich jedoch nicht um eine einfache Bühnenadaption des sowjetischen Films. Vielmehr bietet sie einen frischen Blick auf die Geschichte – inklusive eines modernisierten Finales. Im Mittelpunkt steht Pronja, gespielt von Polina Loboda, deren Entwicklung von einer naiven Träumerin zu einer Frau, die sich den harten Realitäten stellen muss, die Erzählung vorantreibt.
Zum Ensemble gehört auch Maksim Michaljow als Swirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Schlawiner, dessen Gesangseinlagen besonders überzeugen. Feketas Inszenierung hält mit extravaganten Musiknummern und einem verspielt-leichtfüßigen Ton die Energie auf hohem Niveau. Trotz des beschwingten Finales bleibt der Schluss ambivalent – vielleicht ist das Glück am Ende nur eine Illusion.
Die Vorstellung ist für Zuschauer ab 16 Jahren empfohlen. Die letzte Aufführung findet am 2. Juli statt.
Feketas Neuinterpretation von Zwei Hasen auf einmal bringt eine Mischung aus Farce, Musik und dem Charme der 1920er Jahre auf die Bühne. Mit Witz und einer Prise Zweifel bietet die Produktion einen gelungenen Abschluss der Theatersaison. Karten für die Vorstellung am 2. Juli sind noch erhältlich.






