21 April 2026, 08:31

Zürich schreibt 100 Elektrobusse neu aus – nach Pannen mit Hess und MAN

Ein Bus fährt auf einer von Bäumen gesäumten Straße mit Marktständen auf beiden Seiten und Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Zürich schreibt 100 Elektrobusse neu aus – nach Pannen mit Hess und MAN

Zürcher Verkehrsbetriebe starten Großausschreibung für bis zu 100 Elektrobusse

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) schreiben bis zu 100 neue Elektrobusse europaweit aus. Der Schritt folgt auf anhaltende Probleme mit den aktuellen Lieferanten, darunter dem Schweizer Hersteller Hess und dem deutschen Unternehmen MAN. Aufgrund von Lieferverzögerungen und technischen Mängeln bei den bestehenden Flotten sucht die Stadt nun nach neuen Anbietern für einen Auftrag im Wert von knapp 140 Millionen Schweizer Franken.

Die VBZ hatten mit ihren bisherigen Buslieferanten wiederholt Rückschläge hinnehmen müssen. Hess, ein langjähriger Partner, musste sein Werk in Minsk aufgrund von Sanktionen schließen, was zu erheblichen Lieferverzögerungen führte. Zudem räumte das Unternehmen technische Probleme mit seinen Elektrobussen ein, arbeitet aber nach eigenen Angaben an Verbesserungen. Auch MAN, der deutsche Hersteller, kämpft mit Zuverlässigkeitsproblemen – zur großen Unzufriedenheit der VBZ.

Mit der neuen Ausschreibung ändert der Verkehrsbetrieb seine Strategie. Zwar hatte die VBZ in den vergangenen zwei Jahrzehnten über 110 Fahrzeuge von Hess bezogen, nun setzt sie jedoch vorrangig auf Hersteller mit einem starken Servicenetzk in der Schweiz oder in Nachbarländern – und nicht mehr allein auf Schweizer Herkunft. Auch chinesische Busse, die oft günstiger sind, werden als ernsthafte Option in Betracht gezogen.

Neben den Elektrobussen umfasst die Ausschreibung zudem bis zu 100 Oberleitungsbusse mit einem geschätzten zusätzlichen Volumen von 160 Millionen Franken. Die Gesamtinvestition könnte sich damit auf fast 300 Millionen Franken belaufen und zählt damit zu den größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte des Zürcher Öffentlichen Verkehrs.

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Ziel der Ausschreibung ist es, die unzuverlässigen Flotten zu ersetzen und langfristig leistungsfähige Lösungen zu sichern. Die VBZ werden die Angebote nach Kriterien wie Serviceunterstützung, technischer Zuverlässigkeit und Kosten bewerten. Die endgültige Entscheidung wird die Zürcher Verkehrslandschaft für die kommenden Jahre prägen.

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