19 April 2026, 06:14

Zukunftsangst und Auswanderungsgedanken: Warum junge Deutsche verzweifeln

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam in Solidarität stehen.

Zukunftsangst und Auswanderungsgedanken: Warum junge Deutsche verzweifeln

Junge Deutsche verlieren zunehmend den Glauben an ihre Zukunft

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Junge Menschen in Deutschland sind zunehmend frustriert – über ihre Perspektiven, die Politik und den Alltag. Eine aktuelle Studie offenbart tiefe Verunsicherung: Viele fühlen sich von älteren Generationen ignoriert und kämpfen mit finanziellen Sorgen, psychischen Belastungen und beruflichen Herausforderungen. Manche ziehen sogar in Erwägung, das Land ganz zu verlassen.

Finanzielle Nöte und psychische Belastungen Geldsorgen gehören zu den größten Problemen: 23 Prozent der jungen Menschen sind verschuldet. Besonders die hohen Wohnkosten verschärfen die wirtschaftliche Lage. Doch nicht nur das Portemonnaie leidet – auch die Psyche: 49 Prozent klagen über Stress, 36 Prozent fühlen sich erschöpft, und fast ein Drittel plagten Selbstzweifel oder Antriebslosigkeit.

Politische Entfremdung und neue Wahltrends Politisch fühlen sich viele junge Deutsche nicht ernst genommen. Nur 14 Prozent vertrauen der Regierung, richtige Entscheidungen zu treffen. Stattdessen haben sie das Gefühl, dass ältere Generationen die politische Agenda bestimmen. Diese Frustration schlägt sich im Wahlverhalten nieder: Erstmals ist Die Linke mit 25 Prozent stärkste Kraft unter jungen Wählern, gefolgt von der rechtspopulistischen AfD mit 20 Prozent.

Ungewissheit bei Beruf, Digitalisierung – und der Frage: Bleiben oder gehen? Auch bei Karriere und Mediennutzung herrscht Ratlosigkeit. Die Hälfte der Jugendlichen hat keine klaren Zukunftspläne, und 60 Prozent beschreiben ihr Smartphone-Verhalten als "suchtartig". Manche suchen sogar Rat bei KI-Chatbots. Gleichzeitig denkt jeder Fünfte konkret über Auswanderung nach, weitere 41 Prozent könnten sich langfristig ein Leben außerhalb Deutschlands vorstellen.

Forderung nach dringendem Handeln Der Jugendforscher Professor Klaus Hurrelmann warnt vor den Folgen: Es brauche neue Formen der politischen Teilhabe und einen echten Dialog zwischen den Generationen – etwa zu Themen wie Wohnungsnot, Klimawandel und Digitalisierung.

Eine Generation unter Druck Die Ergebnisse zeichnen ein düsteres Bild: Geringes Vertrauen in die Politik, wachsende Verschuldung und psychische Belastungen lassen viele junge Menschen an ihrer Zukunft in Deutschland zweifeln. Ohne spürbare Veränderungen könnte sich die politische Entfremdung weiter verstärken – und mit ihr der Trend zur Abwanderung.

Quelle