25 April 2026, 14:18

Zufit Simons Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Männlichkeit

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe von Frauen, die energisch und synchron tanzen, mit detaillierter Kleidung und Gesichtsmerkmalen.

Zufit Simons Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Männlichkeit

Choreografin Zufit Simon eröffnet das diesjährige Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover mit ihrer neuesten Arbeit Fight Club

Mit dem Stück wagt Simon einen kühnen stilistischen Bruch und setzt auf Kampf und maskuline Energie. Die 45-Jährige, in Israel geboren und seit 25 Jahren in Deutschland lebend, gilt seit Langem als Pionierin des zeitgenössischen Tanzes.

1980 in Israel geboren, begann Simon bereits mit vier Jahren zu tanzen und studierte später modernen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ihr Durchbruch gelang ihr 2024, als sie für Radical Cheerleading den Hauptpreis des Best OFF Festivals erhielt – eine Arbeit, die für ihre präzise, auf das Wesentliche reduzierte Choreografie gefeiert wurde, oft verglichen mit der Molekularküche, bei der jede Bewegung Gewicht und Exaktheit trägt.

2016 erlitt ihre Karriere jedoch einen Rückschlag, als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur ihre konzeptionelle Förderung strich. Dennoch setzte sie ihre Arbeit fort, unterstützt von Institutionen wie der artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig. Viele ihrer frühen Stücke feierten im LOT-Theater Premiere, das 2024 aus finanziellen Gründen schließen musste.

Ihr neues Projekt, Fight Club, hat am 23. April Festivalpremiere und markiert eine deutliche Wende in ihrem Schaffen: körperliche Konfrontation und aggressive Bewegungsabläufe stehen nun im Mittelpunkt. 2025 wurde ihr Lebenswerk mit dem Münchner Tanzpreis gewürdigt.

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Mit Fight Club setzt Simon ihre grenzenlose Experimentierfreude fort – an dem Festival, an dem sie einst den Hauptpreis gewann, unterstreicht sie erneut ihren Ruf als furchtlose Innovatorin. Die Aufführung folgt auf ein Jahr großer Anerkennung, darunter der Preis für ihr Lebenswerk.

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