04 March 2026, 02:32

Zerbrochenes Duo: Wie "Frei wie der Wind" im Streit versank

Ein Notenblatt mit dem Text "Du wirst nach deiner Gesellschaft beurteilt" und Farbmustern unten.

Zerbrochenes Duo: Wie "Frei wie der Wind" im Streit versank

Belarussisches Folk-Duo "Frei wie der Wind" endet in bitterem Streit

Die belarussischen Musikerinnen Valeryia Jaskewitsch und Hanna Nawizkaja, einst enge Weggefährtinnen des Duos Frei wie der Wind, werfen sich nun gegenseitig Verrat und Ausbeutung vor. Ihr Zerwürfnis ist der traurige Höhepunkt einer jahrelangen Zusammenarbeit, die durch Krieg und Exil in die Ferne gezwungen wurde.

Die beiden begannen ihre musikalische Partnerschaft noch vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine 2022. Politische Verfolgung und die Flucht ins Ausland trieben sie auseinander – Proben und Aufnahmen fanden fortan nur noch online statt. Trotz der Distanz veröffentlichten sie 2023 das Album Frei wie der Wind und traten weiterhin virtuell von verschiedenen Ländern aus auf.

Ein vertragliches Verhältnis gab es nie; stattdessen nannten sie sich schlicht "Schwestern". Doch als Jaskewitsch vorschlug, ihre Zusammenarbeit neu zu regeln, eskalierte der Konflikt. Nawizkaja schlug vor, das gemeinsame Urheberrecht an ihren Liedern eintragen zu lassen und künftige Einnahmen gerecht zu teilen. Jaskewitsch lehnte ab – und löschte kurz darauf alle gemeinsamen Aufnahmen, womit die Zusammenarbeit endgültig beendet war.

Nawizkaja behauptet, über 20.000 Dollar ihres Privatvermögens in Jaskewitschs Karriere investiert zu haben. Zudem half sie ihr, an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufgenommen zu werden, und fungierte jahrelang als ihre Managerin. In einem öffentlichen Video schilderte Nawizkaja ihre Version der Ereignisse und bot eine professionelle Vermittlung an. Jaskewitsch lehnte ab, bezeichnete die Darstellung vom "Aufstieg vom Tellerwäscher zur Millionärin" als beleidigend und betonte, bereits etabliert gewesen zu sein, als sie sich kennenlernten.

Jaskewitsch wirft Nawizkaja vor, die Freundschaft nur aus finanziellen Motiven gesucht zu haben. Nawizkaja hingegen besteht darauf, in gutem Glauben gehandelt zu haben – während Jaskewitsch die Partnerschaft von Anfang an als ungerecht empfindet.

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Der Streit lässt ihr gemeinsames Projekt in der Schwebe: Keine ihrer Aufnahmen ist mehr online verfügbar. Beide Frauen sind mittlerweile getrennte Wege gegangen und beenden damit eine Zusammenarbeit, die einst trotz Krieg und Distanz blühte. Ihre öffentlichen Aussagen lassen kaum Hoffnung auf eine Versöhnung.