24 February 2026, 20:15

ZDF-Skandal: KI-Bilder im heute journal ohne Kennzeichnung ausgestrahlt

Ein Schwarz-Weiß-Bild eines Mannes mit ernstem Gesichtsausdruck auf der Titelseite einer deutschen Zeitung

ZDF-Intendant zur Affäre: "Wir sind verletzt, aber auch klüger" - ZDF-Skandal: KI-Bilder im heute journal ohne Kennzeichnung ausgestrahlt

Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF gerät unter Druck, nachdem seine Flaggschiff-Nachrichtensendung heute journal KI-generierte Bilder ohne entsprechende Kennzeichnung ausgestrahlt hat. Der Vorfall hat interne Überprüfungen, eine prominent besetzte Entlassung und Forderungen nach schärferer Kontrolle in den öffentlichen Medien ausgelöst.

Die Panne stieß auf scharfe Kritik – der Deutsche Bundestag hat auf Antrag der rechtspopulistischen AfD-Fraktion eine Dringlichkeitsdebatte zu dem Thema angesetzt.

Auslöser der Kontroverse war die Ausstrahlung synthetischer Bilder im heute journal, ohne dass deren KI-Herkunft offenlegt wurde. ZDF reagierte umgehend, nahm die betroffene Folge von seiner Online-Plattform und veröffentlichte eine öffentliche Entschuldigung. Am 20. Februar entließ der Sender die an dem Beitrag beteiligte Korrespondentin Nicola Albrecht.

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Chefredakteurin Bettina Schausten räumte ein, der Fehler hätte früher erkannt werden müssen. Sie bezeichnete den Vorfall als ein "ernüchterndes Wecksignal" für den Journalismus im Zeitalter der KI und gab zu, dass ZDF die Schwere des Verstoßes unterschätzt habe. Der Sender kündigte an, die Prüfverfahren zu verschärfen und die Einhaltung redaktioneller Standards strenger zu überwachen.

Ob es weitere personelle Konsequenzen geben wird, ließ ZDF offen. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass der Vorfall direkte Auswirkungen auf die Richtlinien anderer europäischer öffentlich-rechtlicher Sender hat. Der Bundestag wird den Fall nun in einer Sonderdebatte unter dem Titel "Schwere Fehler in der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" behandeln.

Der Vorfall zwingt ZDF, seine internen Kontrollmechanismen und Transparenzregeln neu zu bewerten. Strengere Prüfschritte sollen künftig ähnliche Fehler verhindern. Gleichzeitig wird die Bundestagsdebatte klären, ob auf regulatorischer Ebene weitere Maßnahmen für öffentlich-rechtliche Sender im Umgang mit KI-generierten Inhalten notwendig sind.