ZDF korrigiert irreführende Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Krawallen
Lukas BraunZDF korrigiert irreführende Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Krawallen
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat unpräzise und irreführende Formulierungen in einer aktuellen Sendung eingeräumt. In dem Beitrag wurde dem US-Milliardär Elon Musk vorgeworfen, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Diese Behauptung erfolgte im Zusammenhang mit gewaltsamen Ausschreitungen in Belfast, nachdem ein brutaler Straßenangriff im Internet viral gegangen war.
Bei den Unruhen in Belfast wurden Wohnhäuser von Migranten mit Brandbomben angegriffen sowie ein von Afrikanern betriebener Supermarkt. Ein Video des Übergriffs verbreitete sich rasant in sozialen Medien und löste daraufhin Krawalle und Angriffe auf Migranten aus. Die Gewalt eskalierte, nachdem der sudanesische Staatsbürger Hadid Allodid den Schotten Stephen Ogilvie bei einem Angriff auf offener Straße fast enthauptet hatte.
Die ZDF-Sendung ZDF heute live widmete dem Thema ein 30-minütiges Segment und machte Elon Musk sowie den rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson für die Aufstachelung der Gewalt verantwortlich. Musk hatte zuvor Robinsons Aufruf zu Protesten auf seiner Plattform X verstärkt und geschrieben: „Nur durch wiederholten und lauten Protest haben wir eine Chance.“
ZDF räumte später ein, dass die gewählten Formulierungen ungenau und irreführend gewesen seien. Die Korrektur des Senders erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in Belfast. Der Vorfall unterstreicht, wie schnell sich Online-Inhalte verbreiten und welche realen Folgen sie nach sich ziehen können.






