31 March 2026, 20:14

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Liniengraph, der den Anstieg der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier entbrannt

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion über den richtigen Umgang mit dem Tier ausgelöst: Sollte es eingeschläfert oder unter Beobachtung freigelassen werden?

Der Wolf wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), betonte, dass eine langfristige Haltung eines Wildtiers in Gefangenschaft aus Tierschutzgründen nicht vertretbar sei.

Er schlug zwei Lösungen vor: entweder die Tötung des Wolfs oder seine Freilassung mit einem Peilsender, um seine Bewegungen zu überwachen. Dammann-Tamke verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, als der Wolf "Kurti" wegen weniger aggressiven Verhaltens getötet worden war – ein Präzedenzfall für konsequentes Handeln, wie er argumentierte.

Der Experte unterstrich, dass Wölfe in Deutschland lernen müssten, Menschen zu meiden. Zudem behauptete er, dass die Entnahme einzelner Tiere das Verhalten ganzer Rudel prägen könne. Letztlich liege die Entscheidung nun bei den Politikern, so Dammann-Tamke.

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Aktuelle Daten zeigen, dass in Hamburg derzeit keine wildlebenden Wölfe ansässig sind, während in Schleswig-Holstein laut jüngsten Erhebungen etwa 10 bis 15 Tiere leben. Der DJV-Präsident betonte erneut die Notwendigkeit eines konfliktfreien Miteinanders von Mensch, Wolf und Nutztieren.

Der Wolf befindet sich vorerst in einer vorübergehenden Unterbringung, während die Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden. Bei einer Freilassung würden voraussichtlich Überwachungsmaßnahmen ergriffen. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Artenschutz und öffentlicher Sicherheit in Regionen, in denen Wölfe zurückkehren.

Quelle