Wolfenbüttel setzt auf schnelle Radverbindung trotz Millionen-Defizit
Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat Pläne für eine neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig genehmigt. Das Projekt soll den Radverkehr zwischen den beiden Städten fördern, obwohl die Haushaltslage angespannt ist und ein Defizit von 19 Millionen Euro droht. Die geplante Strecke würde Baukosten in Höhe von 1,365 Millionen Euro verursachen. Nach der Fertigstellung rechnet die Stadt mit etwa 2.000 täglichen Fahrten auf der neuen Verbindung. Die jährlichen Unterhaltungskosten werden auf 30.000 Euro geschätzt.
Bisher verbinden zwar zwei gut ausgebaute Radwege Wolfenbüttel und Braunschweig, doch weniger als fünf Prozent aller Fahrten zwischen den Städten entfallen derzeit auf das Fahrrad. Falls realisiert, könnte die neue Fahrradschnellverbindung den Radverkehr deutlich steigern.
Die SPD unterstützt das Vorhaben, um eine gleichberechtigte Behandlung von Radfahrern, Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten. Leonhard Pröttel von den Grünen kritisierte hingegen die CDU, sie konzentriere sich stattdessen auf lokale Radprojekte und betreibe Populismus durch die verzögerte Priorisierung der interkommunalen Verbindung. Trotz der finanziellen Herausforderungen hat der Stadtrat grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Mit der neuen Fahrradschnellverbindung soll der Radverkehr zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig langfristig attraktiver werden.
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