Wohnungsbau glänzt 2024 als einziger Wachstumstreiber der Bauwirtschaft
Lukas BraunWohnungsbau glänzt 2024 als einziger Wachstumstreiber der Bauwirtschaft
Die Bauwirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2024 ein gemischtes Bild, wobei einige Teilbereiche besser abschnitten als andere. Der Wohnungsbau stach als einziger Sektor mit Wachstum bei Umsatz und Neuaufträgen im Vergleich zu 2023 hervor. Gleichzeitig stiegen die Materialkosten im Jahr 2026 weiter an, was die Planung künftiger Projekte belastet.
Zwischen Januar und April 2024 erhöhten sich die Neuaufträge in der gesamten Bauwirtschaft um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der kumulierte Umsatz für denselben Zeitraum blieb jedoch auf dem Niveau von 2023.
Im öffentlichen Bau verzeichnete der Umsatz im April 2024 ein Plus von 5,3 %. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug mit einem Umsatzanstieg von 6,8 % und einem Zuwachs bei Neuaufträgen um 2,6 % zum Wachstum bei. Treiber des Umsatzanstiegs in allen drei Hauptsegmenten war vor allem der Tiefbau.
Der Wohnungsbau entwickelte sich im April 2024 besonders positiv: Der Umsatz stieg um 7,1 %, die Neuaufträge legten um 8,9 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Damit war er der einzige Bereich, der in beiden Kategorien Wachstum verzeichnete.
Bis Mai 2026 waren die Materialkosten deutlich gestiegen. Die Preise für Metalle erhöhten sich im Schnitt um 11,1 %. Holz für Dachlatten und Konstruktionsholz verteuerte sich um 11,8 % bzw. 11,4 %. Die stärkste Steigerung verzeichnete Bitumen mit einem Preisanstieg von 31,2 %.
Der Wohnungsbau bleibt ein Lichtblick mit stetigem Wachstum bei Umsatz und Aufträgen. Die höheren Materialkosten, insbesondere für Bitumen und Metalle, werden voraussichtlich die Budgets künftiger Projekte belasten. Die Gesamtentwicklung der Branche im Jahr 2024 spiegelt einen vorsichtig, aber allmählich besser werdenden Markt wider.
