WM 2026: Mexiko-Stadt kämpft um die Reaktivierung des umstrittenen FIFA-Ausschusses
Lukas BraunWM 2026: Mexiko-Stadt kämpft um die Reaktivierung des umstrittenen FIFA-Ausschusses
Abgeordnete in Mexiko-Stadt drängen darauf, den Sonderausschuss für die Begleitung und Überwachung der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wiederzubeleben. Die Gruppe, die eigentlich die Vorbereitungen für das Turnier überwachen sollte, stand seit ihrer Gründung wegen Untätigkeit in der Kritik. Nun unternehmen einige Parlamentarier Schritte, um sie zu reaktivieren, bevor die Zeit davonläuft.
Der Ausschuss war ursprünglich eingerichtet worden, um die Vorbereitungen der Stadt auf die WM 2026 zu begleiten. Doch Royfid Torres, Fraktionsvorsitzender von Movimiento Ciudadano, räumte ein, dass er nie ordnungsgemäß funktioniert habe. Jesús Sesma, lokaler Abgeordneter und Vorsitzender der Partei Verde Ecologista de México (PVEM), ging noch weiter und forderte die vollständige Auflösung des Gremiums, das er als wirkungslos bezeichnete.
Xóchitl Bravo, Fraktionschefin der Morena-Partei, plant nun, den Ausschuss über lokale Initiativen zu aktivieren. Fernando Zárate, der Vorsitzende des Gremiums, hat bereits damit begonnen, Aktivitäten zu organisieren, um alle 66 Abgeordnete einzubinden. Er traf sich mit Vertretern der Tourismusbehörde und des Gemischten Fonds, um die Zusammenarbeit zu koordinieren.
Trotz dieser Bemühungen verfügt der Ausschuss nicht über die Befugnis, verbindliche Entscheidungen durchzusetzen. Seine Rolle beschränkt sich darauf, Empfehlungen zu WM-bezogenen Vorhaben abzugeben. Unterdessen räumte Andrés Atayde, Koordinator der Partei Aktionelle Nationale Partei (PAN), den holprigen Start des Ausschusses ein, hofft aber dennoch auf eine Wiederbelebung. Seine Bedenken decken sich mit denen von Torres, der die Notwendigkeit betonte, den Fortschritt bei der Infrastruktur zu überwachen und sicherzustellen, dass die Stadt die FIFA-Anforderungen erfüllt.
Kritiker warnen jedoch vor tieferliegenden Problemen. Atayde wies auf den Mangel an ausreichenden Unterkünften in Mexiko-Stadt hin, wodurch die Hauptstadt unvorbereitet auf den erwarteten Besucherandrang im Jahr 2026 sei.
Die Wiederbelebung des Ausschusses hängt von der Zusammenarbeit zwischen Abgeordneten und Stadtverantwortlichen ab. Sollte er reaktiviert werden, wird er sich auf Beratung statt auf die Durchsetzung von Maßnahmen konzentrieren. Mit der WM in weniger als zwei Jahren wächst der Druck, die Lücken in Infrastruktur und Planung zu schließen.






