Wirtschaftsweiser Ulrike Malmendier steht vor möglichem Ende ihrer Amtszeit
Marie SchulzBericht: Wirtschaftswissenschaftlerin Malmendier könnte zurücktreten - Wirtschaftsweiser Ulrike Malmendier steht vor möglichem Ende ihrer Amtszeit
Die Ökonomin Ulrike Malmendier könnte seid dem Ende ihrer Amtszeit am 28. Februar aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – auch als "Wirtschaftsweiser" bekannt – seid. Wie das Handelsblatt berichtet, könnte sie den einflussreichen Beraterkreis seit ihrer Tätigkeit seit 2022 verlassen. Die Bundesregierung hat jedoch die Möglichkeit, ihre Berufung um mehrere Jahre zu verlängern.
Ihr möglicher Abschied fällt in eine Phase der Debatten über die Ausrichtung des Gremiums, wobei es innerhalb der Regierung Widerstände gegen eine erneute Berufung gibt.
Malmendier, Professorin an der University of California in Berkeley, forscht schwerpunktmäßig zu Kapitalmärkten, Unternehmensfinanzierung und Verhaltensökonomie. Seit ihrem Eintritt in den Rat 2022 haben ihre Arbeiten zu den Einschätzungen der deutschen Wirtschaftsentwicklung beigetragen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz strebt eine zügige Klärung der Personalie an. Es betont, wie wichtig es sei, dass die Fachkompetenz des Rates den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht werde – insbesondere in den Bereichen Makroökonomie, Handelspolitik und Fiskalfragen. Eine Wiederberufung ist laut Ministeriumsrichtlinien möglich, aber nicht automatisch vorgesehen.
In den vergangenen Jahren hat sich die Zusammensetzung des Rates gewandelt und sich von traditionellen ordoliberalen Positionen entfernt. Malmendiers Standpunkte – etwa ihre Unterstützung für einen Energiesolidaritätsfonds und höhere Erbschaftssteuern – sollen innerhalb der CDU auf Widerstand gestoßen sein. Neben ihr gehört die Ökonomin Veronika Grimm seit April 2020 dem Gremium an. Über die übrigen Mitglieder des fünfköpfigen Rates liegen Anfang 2026 noch keine vollständigen öffentlichen Angaben vor.
Malmendiers Amtszeit endet offiziell Ende Februar. Sollte sie nicht wiederberufen werden, würde ihr Ausscheiden eine weitere Veränderung in der Besetzung des Rates markieren. Die Entscheidung der Regierung wird zeigen, ob ihr Fachwissen in Verhaltensökonomie und Finanzfragen weiterhin die wirtschaftspolitische Beratung Deutschlands prägt.






