Windkraft-Ausbau in Niedersachsen: Regionalverband passt Raumordnungsplan an und streicht Vorranggebiete
Marie SchulzWindkraft-Ausbau in Niedersachsen: Regionalverband passt Raumordnungsplan an und streicht Vorranggebiete
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Raumordnungsplan für Windenergie in Niedersachsen überarbeitet. Der überarbeitete Entwurf berücksichtigt öffentliche Rückmeldungen und soll die gesetzlichen Vorgaben für den Ausbau der Windkraft an Land erfüllen. Er sieht nun weniger Vorranggebiete vor, übertrifft aber weiterhin die geforderte Flächengröße.
Der Verband prüfte die eingegangenen Stellungnahmen und passte seinen ursprünglichen Vorschlag an. Von ursprünglich 88 Standorten wurden 56 überarbeitet, acht gestrichen und ein neues Gebiet bei Seesen im Landkreis Goslar aufgenommen. Dadurch verringert sich die Gesamtzahl der Vorranggebiete von 88 auf 80.
Ein größeres Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen wurde aus der Planung genommen. Trotz der Kürzungen umfassen die verbleibenden Zonen fast 15.000 Hektar – das entspricht 2,9 Prozent der Regionalfläche – und liegen damit bereits über dem Zielwert für 2027 von 12.500 Hektar (2,46 Prozent).
Kommunen können im Rahmen einer Opt-in-Regelung zusätzlich Flächen bereitstellen. Jeder weitere Beitrag wird auf das 2032-Ziel der Region angerechnet. Der zweite Entwurf des Plans wird in Kürze zur öffentlichen Einsichtnahme bereitstehen, der genaue Zeitraum für die Beteiligungsphase steht jedoch noch nicht fest.
Der Regionalverband Braunschweig treibt die Planung voran. Der aktualisierte Entwurf vereint rechtliche Vorgaben mit lokalen Belangen. Bevor endgültige Beschlüsse gefasst werden, folgt eine zweite öffentliche Anhörung.






