24 March 2026, 02:14

Wie Elternzeit und Teilzeit die Rente um tausende Euro mindern können

Balkendiagramm, das die Mittel zeigt, die für den Fokus auf die Geschlechterlücke im Laufe der Zeit bereitgestellt wurden, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie Elternzeit und Teilzeit die Rente um tausende Euro mindern können

Erwerbspausen und Teilzeitarbeit können die spätere Rente um tausende Euro schmälern – selbst kurze unbezahlte Freistellungen oder reduzierte Arbeitszeiten mindern das Alterseinkommen auf Dauer. Besonders Eltern, vor allem Frauen, tragen durch Kinderbetreuung und flexible Arbeitsmodelle oft die größten Einbußen.

Das deutsche Rentensystem anerkennt bis zu drei Jahre Kindererziehung pro Kind und gewährt dafür je Jahr einen Entgeltpunkt. Aktuell entspricht ein Punkt 40,79 Euro monatlich, ab Juli 2026 steigt der Wert auf 42,52 Euro. Für Eltern von vor 1992 geborenen Kindern gilt noch die alte Regelung mit 2,5 Jahren (30 Monaten) Anrechnung – das sind heute etwa 101,98 Euro im Monat.

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Ein einjähriger Berufsausstieg bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro kostet später rund 30 Euro monatliche Rente. Nach zwei Jahren verdoppelt sich der Verlust auf 60 Euro. Ab vier Wochen unbezahlter Freistellung zahlen Arbeitgeber keine Sozialabgaben mehr – es entstehen Lücken in der Rentenversicherung.

Wer statt 40 nur 30 Stunden arbeitet, verliert pro Jahr etwa 25 Prozent der Rentepunkte. Über Jahrzehnte summieren sich die Einbußen auf tausende Euro. Dauerhafte Halbzeitbeschäftigung halbiert die Punkte – die monatliche Rente sinkt dann um bis zu 163 Euro.

Freiwillige Nachzahlungen (ab 112,16 Euro monatlich) oder ein Arbeitszeitkonto können die Lücken ausgleichen. Besonders Frauen wechseln nach der Elternzeit oft in Teilzeit und vertiefen so die Rentenlücke langfristig.

Schon kleine Änderungen der Arbeitszeit oder unbezahlte Pausen schaffen dauerhafte Renteneinbußen. Ohne zusätzliche Vorsorge oder Anpassungen können Versicherte im Laufe ihres Lebens tausende Euro verlieren. Die Systemregeln zwingen Eltern und Teilzeitkräfte zu sorgfältiger Planung, um spätere drastische Kürzungen zu vermeiden.

Quelle