05 June 2026, 17:03

Wie Dieter Stein aus 400 Exemplaren die Junge Freiheit prägte

Peinliche Fragen an Dieter Stein, Chef von JUNGEN FREIHEIT

Wie Dieter Stein aus 400 Exemplaren die Junge Freiheit prägte

Dieter Stein gründete die Junge Freiheit (JF) 1986 im Alter von nur 18 Jahren. Die ersten 400 Exemplare transportierte er in einem Pappkarton auf dem Gepäckträger seines Fahrrads nach Hause. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Blatt zu einer einflussreichen konservativen Stimme in Deutschland.

Stein bezeichnet sich selbst als Konservativen und betont Familie, Glauben und Nation als seine Leitprinzipien. Zudem befürwortet er die Landesverteidigung, einschließlich des Wehrdienstes, in Krisenzeiten. Früh geriet die JF in die Kritik – selbst das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beobachtete die Zeitschrift zeitweise.

Der Umzug des Magazins nach Berlin in den frühen 1990er-Jahren verschärfte die Konflikte mit linksextremen Gruppen. 1995 wurde Steins Auto vor der Redaktion in Brand gesteckt – ein deutliches Zeichen für die Feindseligkeit, der das Blatt ausgesetzt war. Dennoch positionierte er die JF als Gegengewicht zu dem, was er als linksdominierte Medien- und Akademikerlandschaft empfand.

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Stein wies wiederholt Vorwürfe zurück, die JF erhalte Gelder von der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Zudem sieht er das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2005 als einen Wendepunkt in der deutschen Rechtsgeschichte, ohne jedoch näher auf dessen konkrete Auswirkungen für das Magazin einzugehen.

Von bescheidenen Anfängen aus hat sich die Junge Freiheit zu einer festen Größe im konservativen Spektrum Deutschlands entwickelt. Unter Steins Führung blieb das Blatt auch angesichts von Widerstand und öffentlicher Beobachtung ein zentraler Akteur in politischen und kulturellen Debatten. Bis heute erscheint die Zeitschrift in Berlin und vertritt weiterhin ihre Positionen zu nationaler Identität und traditionellen Werten.

Quelle