25 May 2026, 04:13

Wie das Medi-Mobil in Krefeld Obdachlosen seit 20 Jahren das Leben rettet

Mittel für die Gründung von Caritas Krefelds 'Centspende' in der Drogenhilfestation

Wie das Medi-Mobil in Krefeld Obdachlosen seit 20 Jahren das Leben rettet

Ein mobiles medizinisches Team namens Medi-Mobil versorgt seit über zwei Jahrzehnten obdachlose Menschen in Krefeld mit lebenswichtiger Gesundheitsversorgung. Der Dienst, der gemeinsam von Caritas und Diakonie getragen wird, erreicht Personen, die oft durch die Raster herkömmlicher Hilfssysteme fallen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Drogenberatungsstelle in der Stadt, die Betroffenen Beratung, Suchtprävention und einen geschützten Raum bietet.

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Das Medi-Mobil ist seit 2003 im Einsatz und besucht Obdachlose einmal pro Woche, um medizinische Versorgung zu leisten. Vier ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte begleiten die Einsätze und behandeln alles – von chronischen Schmerzen bis hin zu entzündeten Wunden. Neben der körperlichen Versorgung baut das Team durch seine regelmäßige Präsenz auf der Straße Vertrauen auf.

Die Drogenberatungsstelle in Krefeld betreut zwischen 50 und 80 Stammklienten, viele von ihnen kommen aus dem benachbarten Meerbusch. Die meisten kämpfen mit schwerer Sucht und Obdachlosigkeit – Probleme, die in der Öffentlichkeit oft unbeachtet bleiben. Hier erhalten sie medizinische Begleitung beim Drogenkonsum sowie praktische Hilfen wie Duschen, Wäschewaschen und Mahlzeiten.

Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich kürzlich beim Personalrat der Stadt Meerbusch für eine Spende aus der Centspende-Aktion. Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats, betonte dabei die Notwendigkeit, die Arbeit der Beratungsstelle mit schwerstabhängigen Menschen bekannter zu machen. Ein Großteil dieser Unterstützung findet im Verborgenen statt und widmet sich Problemen, die die Gesellschaft häufig übergeht.

Das Medi-Mobil und die Drogenberatungsstelle leisten unverzichtbare Arbeit für einige der am stärksten benachteiligten Menschen der Region. Mit medizinischer Versorgung, Beratung und grundlegenden Angeboten bieten sie eine Überlebenshilfe für Menschen, die mit Sucht und Obdachlosigkeit kämpfen. Die jüngste Spende wird helfen, diese wichtigen Dienste in den kommenden Monaten aufrechtzuerhalten.

Quelle