Widersprüche um toten Buckelwal: Minister Backhaus unter Druck durch interne Dokumente
Marie SchulzWidersprüche um toten Buckelwal: Minister Backhaus unter Druck durch interne Dokumente
Interne Dokumente des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern werfen Fragen zu den Aussagen von Minister Till Backhaus über einen toten Buckelwal auf. Die Unterlagen deuten darauf hin, dass die offizielle Darstellung der Ereignisse nicht mit den verfügbaren Daten übereinstimmt. Der Buckelwal war am 2. Mai nach der Übermittlung von Bewegungsdaten durch eine private Initiative freigelassen worden. Die Daten zeigten, dass sich das Tier innerhalb der ersten vier Stunden 215 Kilometer auf geradem Weg fortbewegt hatte.
Die verfügbaren Ortungsdaten belegen jedoch lediglich eine kurzfristige Bewegung des Wals. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums, bestätigte diese Bewegung, nicht aber die von Backhaus behaupteten mehrtägigen Tauchphasen. Fachleute betonen, dass das verwendete Ortungsgerät Splash10-F mehr Informationen hätte aufzeichnen können, wenn die Daten von den Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) selbst abgerufen worden wären.
Zudem gibt es keinen Beleg dafür, dass der Wal bis zum 6. oder 7. Mai überlebt hatte. Diese Diskrepanz zwischen den Aussagen des Ministers und den tatsächlichen Daten hat in der Fachwelt Skepsis ausgelöst. Die internen Unterlagen des Ministeriums stellen die Richtigkeit der offiziellen Darstellung infrage. Die Unterschiede zwischen den Behauptungen und den nachweisbaren Fakten bleiben vorerst ungeklärt und werfen weitere Fragen zur Transparenz der Kommunikation auf.






