Waschbären in Berlin verursachen Rekordschäden – doch die Stadt ist ratlos
Marie SchulzZunahme von Beschwerden: Waschbären schädigen Infrastruktur - Waschbären in Berlin verursachen Rekordschäden – doch die Stadt ist ratlos
Berlin kämpft mit wachsendem Waschbär-Problem
Die Beschwerden über Konflikte mit Waschbären nehmen in der Hauptstadt seit Jahren deutlich zu. Die Stadt verzeichnet sogar einen starken Anstieg von Sachschäden, die mit der wachsenden urbanen Population dieser Tiere zusammenhängen.
Seit 2020 steigt die Zahl der gemeldeten Waschbär-Schäden kontinuierlich an. Damals wurden rund 200 Vorfälle registriert, doch bis 2025 kletterte die Zahl auf über 1.200. Daten der Senatsverwaltung für Umwelt zeigen, dass dieser Trend auf die Ausbreitung der Waschbären in besiedelten Gebieten zurückzuführen ist.
Die Tiere richten in der ganzen Stadt Zerstörungen an – betroffen sind Dächer, Isolierungen und Elektrokabel. Zu den geschädigten Objekten zählen die Charité, Gebäude der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Unternehmensbüros und Schulen. Die Folgen sind kostspielige Reparaturen und erhebliche Störungen im Betrieb.
Als Reaktion darauf hat die Stadt die ganzjährige Bejagung von Waschbären erlaubt. Zwischen 2020 und 2025 wurden 83 Tiere wegen Konflikten mit Menschen getötet. Allerdings kommt diese Maßnahme nur in Einzelfällen zum Einsatz und führt nicht zu einer spürbaren Verringerung des Gesamtbestands.
Der Anstieg der Waschbär-Vorfälle spiegelt die wachsende Population in Berlin wider. Die Sachschäden nehmen weiter zu, und gezielte Gegenmaßnahmen zeigen bisher nur begrenzte Wirkung. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, während die Beschwerden anhalten.






