09 February 2026, 14:40

Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Schleswig-Holstein lahm – Winterdienst in Gefahr

Eine Gruppe von Menschen marschiert eine von Bäumen gesäumte Straße entlang und hält ein Banner mit der Aufschrift "Klima-Krise ist eine Krise", mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Winterdienst kündigt Warnstreik im Norden an - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Schleswig-Holstein lahm – Winterdienst in Gefahr

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein legen am Donnerstag Warnstreiks auf – Lohnverhandlungen stocken

Am Donnerstag werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein Warnstreiks durchführen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. Die von Gewerkschaften wie ver.di und dbb organisierten Arbeitsniederlegungen werden voraussichtlich die Winterdienste im gesamten Land beeinträchtigen. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne vor den entscheidenden Gesprächen in der kommenden Woche.

Die Streiks werden am 5. Februar 2026 alle Straßenunterhaltsdepots in Schleswig-Holstein treffen. In Städten wie Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg wird es zu Einschränkungen beim Winterdienst kommen, was Sorgen wegen glatter Straßen weckt. Für dringende Aufgaben wurden externe Dienstleister beauftragt, um die Versorgungslücken während des Ausstands zu schließen.

Die Gewerkschaften verlangen eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bundesweit. Die Warnstreiks sind Teil einer breiteren Arbeitskampfmaßnahme, an der sich neben ver.di auch die GdP, die IG Bau und die GEW beteiligen. Zudem findet in Kiel eine gemeinsame Kundgebung statt, bei der Teilnehmer aus dem gesamten Bundesland Druck auf die Verhandlungsführer ausüben wollen.

Die offiziellen Tarifgespräche sind für den 11. und 12. Februar angesetzt. Die Gewerkschaften hoffen, dass die Streiks ihre Verhandlungsposition stärken.

Die Arbeitsniederlegungen könnten am Donnerstagmorgen zu Verkehrsbehinderungen und Sicherheitsrisiken führen. Die anstehenden Verhandlungen werden zeigen, ob es zu weiteren Streiks kommt. Die Behörden bereiten derweil Notfallpläne vor, um die Aufrechterhaltung kritischer Dienstleistungen zu gewährleisten.