Wahlbetrug in Düdingen: Verdacht auf manipulierte Stimmzettel erschüttert Gemeinderatswahl
Tim SimonWahlbetrug in Düdingen: Verdacht auf manipulierte Stimmzettel erschüttert Gemeinderatswahl
Behörden in Düdingen untersuchen Verdacht auf unzulässige Stimmensammlung nach Unregelmäßigkeiten bei Gemeinderatswahlen
Die Behörden in Düdingen (Schweiz) ermitteln wegen des Verdachts auf unzulässige Stimmensammlung, nachdem bei den jüngsten Wahlen zum Generalrat Auffälligkeiten festgestellt wurden. Das Wahlbüro hatte bei der Auszählung am vergangenen Sonntag mehrere Dutzend Stimmzettel mit frappierend ähnlicher Handschrift beanstandet.
Die Unstimmigkeiten fielen den Wahlhelfern am Sonntag auf, als sie ungewöhnliche Muster in der Schrift auf mehreren Stimmzetteln bemerkten. Sie meldeten ihre Beobachtungen umgehend der Bezirksverwaltung, die den Fall daraufhin an die Staatsanwaltschaft weiterleitete.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg prüft nun, ob die festgestellten Unregelmäßigkeiten das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten. Der Generalrat, der über 36 Sitze verfügt, ging bei der Wahl am 27. Oktober 2024 mit einer deutlichen Mehrheit von 20 Sitzen an die CVP (Christlichdemokratische Volkspartei). Die Abstimmung hatte bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit erregt, da der lokale Politiker Hans-Rudolf Zwahlen kandidierte – gegen ihn laufen Vorwürfe wegen finanzieller Verfehlungen.
Die sogenannte Stimmensammlung – bei der Dritte Stimmzettel von Wählern einsammeln und für diese abgeben – ist nach Artikel 282bis des Schweizerischen Strafgesetzbuchs verboten. Die Ermittler müssen nun klären, ob gegen geltendes Recht verstoßen wurde und ob sich dies auf das Wahlergebnis ausgewirkt hat.
Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung übergeben. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten die Unregelmäßigkeiten rechtliche Konsequenzen nach Schweizer Recht nach sich ziehen. Zudem wird geprüft, ob eine Neuauszählung oder andere Maßnahmen erforderlich sind.






