Wadephuls USA-Reise: Grönland-Krise und Arktis-Sicherheit im Fokus
Clara FrankeWadephuls USA-Reise: Grönland-Krise und Arktis-Sicherheit im Fokus
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul besucht diese Woche die USA. Die Reise steht im Zeichen der Spannungen, die durch das öffentlich geäußerte Interesse von US-Präsident Donald Trump am Kauf Grönlands entstanden sind. Wadephul wird zudem hochrangige Gespräche über die Sicherheit in der Arktis und die Rolle der NATO in der Region führen.
Gleichzeitig traf sich der schweizerische Außenminister Ignazio Cassis in derselben Zeit mit dem US-Außenminister Mike Pompeo.
Wadephuls Besuch erfolgt nach Trumps überraschendem Vorstoß, Grönland erwerben zu wollen, was diplomatische Verwerfungen auslöste. Der deutsche Minister betonte die Notwendigkeit eines offenen Dialogs – selbst dann, wenn enge Verbündete unterschiedliche Positionen vertreten. Zuverlässige Partnerschaften seien seiner Ansicht nach entscheidend für Sicherheit, Handel und Investitionen in Europa und den USA.
Während seines Aufenthalts wird Wadephul mit dem US-Senator Marco Rubio zusammentreffen, um über die Sicherheitsherausforderungen in der Arktis zu sprechen. Dabei geht es auch um die wachsende Rivalität Russlands und Chinas in der Region. Thematisiert werden soll zudem, wie die NATO ihre Verbündeten und die Bevölkerung Grönlands besser unterstützen kann.
Nach den Gesprächen in Washington reist Wadephul weiter nach New York, wo ein Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres geplant ist.
Während Wadephul in den USA im Dialog steht, führte der schweizerische Außenminister Ignazio Cassis separat Gespräche mit Mike Pompeo. Die Termine fielen zeitlich mit Wadephuls Besuch zusammen, doch die Agenden blieben eigenständig.
Die Reise unterstreicht die Bemühungen, die transatlantischen Beziehungen trotz jüngster Spannungen zu stabilisieren. Wadephuls Gespräche werden sich auf die Arktissicherheit, die Aufgaben der NATO und die Zukunft Grönlands konzentrieren. Seine Treffen mit US-Vertretern und dem UN-Chef zielen darauf ab, die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Herausforderungen zu stärken.