15 May 2026, 18:18

Vom Taxidepot zur Poker-Legende: Angela Rogans ungewöhnlicher Weg

Plakat mit "The Irish Poker Club" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer bunten Kleeblatt-Illustration.

Vom Taxidepot zur Poker-Legende: Angela Rogans ungewöhnlicher Weg

Angela Rogan hielt erstmals mit nur elf Jahren ein Pokerblatt in der Hand – in einem Taxidepot in Belfast. Jahrzehnte später hat sie Mutterschaft, akademische Laufbahn und die Rückkehr zum wettkampforientierten Poker unter einen Hut gebracht – und kann nun auch aktuelle Turniersiege vorweisen. Ihr Weg führte sie durch den Kampf gegen Sexismus in den frühen 2000er-Jahren sowie zur Promotion, während sie vier kleine Kinder großzog.

In den 1980er-Jahren begann Rogan mit Poker, lange bevor Texas Hold’em die Szene dominierte. Sie sammelte erste Erfahrungen in Dealer’s-Choice-Spielen wie Railroad, Southern Cross und Big Heart Brag. Zu Beginn der 2000er war sie eine der wenigen Frauen am Tisch und sah sich in der männlich geprägten Welt mit Sexismus und verbalen Angriffen konfrontiert.

Trotz dieser Herausforderungen spielte sie weiter – und das, während sie vier Kinder unter fünf Jahren großzog. In dieser Zeit reiste sie zudem durch das Vereinigte Königreich und Irland, um an Turnieren teilzunehmen. Ein persönlicher Schicksalsschlag – der Verlust ihrer Enkelin – veranlasste sie dazu, sich vom Poker zurückzuziehen und wieder in die Bildung zu gehen.

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Es folgten ein Bachelorabschluss, ein Master und schließlich eine Promotion in Kriminologie. Heute unterrichtet Rogan als Dozentin an der Queen’s University Belfast Fächer wie Soziologie, Medizinrecht und statistische Analyse. Nach ihrer Promotion kehrte sie zum Live-Poker zurück und hat seitdem über 10.000 Pfund an Turnierpreisen gewonnen.

In diesem Jahr sicherte sie sich den Sieg beim Ladies Event der PartyPoker Tour in Malta und platzierte sich im Main Event in den Preisrängen. Besonders schätzt sie die niedrigeren Buy-ins der Tour und die einladende, gesellige Atmosphäre. Mittlerweile gibt sie ihr Wissen an ihren 18-jährigen Sohn weiter, der kürzlich bei seinem ersten Irish Poker Tour-Event 3.500 Pfund gewann.

Rogans Geschichte spannt sich über Jahrzehnte – von den Taxidepots Belfasts über universitäre Hörsäle bis zu internationalen Pokertischen. Ihre jüngsten Erfolge und der frühe Triumph ihres Sohnes deuten darauf hin, dass ihr Einfluss auf das Spiel noch lange nicht vorbei ist. Mit zugänglichen Turnieren und einer wachsenden Community bleibt sie in jeder Phase ihrer Karriere aktiv – als Spielerin und als Vorbild.

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