Vietnam analysiert 100 Jahre Parteigeschichte für die Zukunft des Landes
Marie SchulzVietnam analysiert 100 Jahre Parteigeschichte für die Zukunft des Landes
Vietnams Generalsekretär der Kommunistischen Partei und Staatspräsident Tô Lâm hat eine umfassende Überprüfung der Parteiführung im letzten Jahrhundert angeregt. Die Analyse soll sich auf 100 Jahre – von 1930 bis 2030 – erstrecken, um zentrale Lehren und wiederkehrende Muster abzuleiten. Die Bewertung soll auf historischer Wahrheit basieren und dabei neue theoretische Erkenntnisse hervorbringen. Als Grundlage dienen historische Dokumente, Daten, Zeugenaussagen sowie Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen. Zudem soll sie die 40-jährige Entwicklung der nationalen Plattform in diesen weiteren historischen Rahmen einordnen.
Die mit der Prüfung beauftragten Gremien sollen proaktiv vorgehen, klare Pläne, Verantwortlichkeiten und Fristen festlegen, um eine abgestimmte Vorgehensweise zu gewährleisten. Der Prozess muss auch offene Defizite, ungelöste Herausforderungen und Grenzen thematisieren. Dazu zählen der angestrebte Status als entwickeltes Land, Wachstumstreiber, notwendige Durchbrüche, potenzielle Risiken sowie die zu bewahrenden Grundwerte.
Tô Lâm betonte zudem die Notwendigkeit, eine langfristige Vision für die Entwicklung Vietnams von 2030 bis 2130 zu definieren. Diese Vision soll grundlegende Fragen zu den Ambitionen des Landes für das kommende Jahrhundert beantworten. Die geforderte Analyse zielt darauf ab, historische Erfahrungen systematisch aufzubereiten und daraus strategische Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen. Gleichzeitig soll sie als Basis für eine nachhaltige Entwicklung Vietnams in den nächsten 100 Jahren dienen.






