Versace-Retrospektive im Musée Maillol: Zwei Tage voller Modegeschichte
Paris zeigt erste Modeausstellung im Musée Maillol – gewidmet dem legendären Schaffen von Gianni Versace
Vom 5. September 2023 an öffnet das Musée Maillol seine Türen für eine einzigartige Retrospektive über den ikonischen Modeschöpfer Gianni Versace. Die Ausstellung ist jedoch nur zwei Tage lang zu sehen – und ein berühmtes Stück fehlt: das legendäre „Sicherheitsnadel-Kleid“ von Elizabeth Hurley.
Gezeigt werden fast 450 Exponate, von auffälligem Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews. Ein Höhepunkt ist die detailgetreue Nachbildung von Versaces Mailänder Atelier, die Besuchern einen Einblick in seine kreative Welt gewährt. Als Hommage an das fehlende Kleid präsentieren die Veranstalter einen Bildschirm mit dem französischen Wikipedia-Eintrag dazu – ein Zeichen für dessen kulturelle Bedeutung.
Unter der Leitung der Kuratoren Karl von der Ahé und Saskia Lubnow erkundet die Schau Versaces enge Verbindung zu Paris und Frankreich. 1989 stellte der Designer hier erstmals seine Haute-Couture-Kollektionen vor, und zwar im renommierten Hotel Ritz. Trotz des Fokus auf sein Erbe steht die Ausstellung in keinem Zusammenhang mit dem Unternehmen Gianni Versace Srl oder der Familie Versace.
Die Retrospektive markiert einen Meilenstein: Sie ist die erste Modeausstellung des Musée Maillol überhaupt. Ihre kurze Laufzeit – sie endet bereits am 6. September – verleiht dem Ereignis zusätzliche Dringlichkeit für alle, die Versaces mutige und einflussreiche Entwürfe erleben möchten.
Das zweitägige Event bietet eine seltene Gelegenheit, Versaces Werk außerhalb der üblichen Modemetropolen zu entdecken. Zwar wird das Fehlen von Hurleys Kleid bedauert, doch die Ausstellung präsentiert dennoch eine beeindruckende Sammlung seiner Kreationen. Die Besucher werden mit einem tieferen Verständnis dafür nach Hause gehen, wie Paris einen der gewagtesten Modeschöpfer aller Zeiten geprägt hat.






