Vermisste in Mexiko: Familien nutzen WM 2026 für dringenden Hilferuf
Angehörige von Vermissten in Mexiko nutzen die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026, um auf die Krise der erzwungenen Verschwindenlassen im Land aufmerksam zu machen. Über 133.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst, während Familien trotz dessen, was sie als institutionelle Vernachlässigung bezeichnen, täglich nach ihren Angehörigen suchen.
Die Familien werfen Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum vor, das Problem herunterzuspielen und ihre Proteste zu ignorieren. Sie weisen den Vorwurf zurück, mit ihren Aktionen das Turnier stören oder den Ruf Mexikos schädigen zu wollen.
Bei einer kürzlichen Versammlung riefen sie dazu auf, die mit der WM verbundene Einheit über die Stadien hinaus auszuweiten. Ihr Ziel ist es, die Suche nach den Vermissten zu intensivieren und ein symbolisches Licht zu entzünden, das ihre Bemühungen leitet, bis jeder vermisste Angehörige gefunden ist.
Die Gruppe kritisierte zudem die Bundesregierung für ihre konfrontative Haltung gegenüber internationalen Organisationen, die sich besorgt über die Verschwindenlassen äußern. Sie appellierten an Besucher und die Öffentlichkeit, Empathie zu zeigen und ihre Initiativen zu unterstützen – darunter die Weiterleitung von Vermisstenmeldungen.
Die Familien hoffen, dass die weltweite Aufmerksamkeit während der WM ihre Sache verstärkt. Sie bitten Fans und die Öffentlichkeit, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und ihre Suchaktionen zu unterstützen. Im Mittelpunkt ihres Appells stehen Solidarität und konkrete Maßnahmen, um die anhaltende Krise zu bewältigen.






