04 February 2026, 18:33

Verirrt im Dunkeln: Snowboarder aus Aachen löst Großalarm in Garmisch-Partenkirchen aus

Ein Rettungshubschrauber fliegt über Wasser mit einer Person in der Luft, Himmel im Hintergrund.

Snowboarder verliert sich nachts in den Bergen - gerettet - Verirrt im Dunkeln: Snowboarder aus Aachen löst Großalarm in Garmisch-Partenkirchen aus

21-jähriger Snowboarder aus Aachen löst Großalarm in den Bergen bei Garmisch-Partenkirchen aus

Ein 21-jähriger Snowboarder aus Aachen löste eine aufwendige Rettungsaktion aus, nachdem er sich in den Bergen nahe Garmisch-Partenkirchen verlaufen hatte. Der Mann, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde, geriet auf der Garmisch-Classic-Piste in Schwierigkeiten und strandete schließlich in einem abgelegenen Tal, als die Dunkelheit einbrach.

Der Vorfall begann, als der Snowboarder eine falsche Abzweigung nahm und sich plötzlich in unbekanntem Gelände wiederfand. Mit fast leerem Handyakku gelang es ihm noch, seinen letzten Standort zu übermitteln, bevor der Kontakt abbrach. Gegen 20:40 Uhr schlug sein Freund Alarm, nachdem der 21-Jährige nicht wie vereinbart zurückkehrte.

Es folgte eine großangelegte Suchaktion, an der sich die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, die alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizei Murnau sowie örtliche Polizeikräfte beteiligten. Unterdessen entdeckte der Verlorene das Licht einer Wanderlampe und erreichte eine unbewirtschaftete Alpenhütte, wo er Schutz suchte.

Gegen Mitternacht ortete eine Polizeihubschrauberbesatzung den Mann in der Nähe der Hütte. Er litt an leichter Unterkühlung, war aber sonst unverletzt. Nach einer ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus konnte er noch in derselben Nacht entlassen werden. Später entschuldigte sich der Snowboarder bei den Rettungskräften für den großen Aufwand, den sein Abenteuer verursacht hatte.

Durch die schnelle Reaktion des Mannes – er hatte seinen Standort geteilt und Schutz gesucht – konnten die Retter ihn schließlich ausfindig machen. Die Behörden bestätigten, dass er keine schweren Verletzungen davontrug. Dennoch zeigte der Vorfall die Gefahren auf, die mit Abfahrten abseits der gesicherten Pisten in der Region verbunden sind. An der Rettungsaktion waren mehrere Einsatzteams beteiligt, die die ganze Nacht über im Einsatz waren, um den Verlorenen in Sicherheit zu bringen.