USA kürzen NATO-Beiträge und fordern höhere Verteidigungsbudgets von Partnern
Clara FrankeUSA kürzen NATO-Beiträge und fordern höhere Verteidigungsbudgets von Partnern
Die USA haben ihre Beiträge zum NATO-Kräftemodell reduziert und die Verbündeten aufgefordert, ihre Verteidigungsbudgets aufzustocken. Dieser Schritt ist Teil der laufenden Debatten über eine gerechtere finanzielle Lastenverteilung innerhalb des Bündnisses.
Die NATO hat ein neues Ausgabenziel für ihre Mitgliedstaaten festgelegt. Jedes Land soll künftig mindestens 5 % seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung aufwenden – davon 3,5 % für die Kernstreitkräfte und 1,5 % für die dazugehörige Infrastruktur. Der Vorstoß folgt auf einen Anstieg der Verteidigungsausgaben im Bündnis um 90 Milliarden Euro im Jahr 2022, was einem Plus von fast 20 % entspricht.
Der US-Kriegsminister Pete Hegseth hat sich wiederholt für Reformen ausgesprochen. Er schlug „NATO 3.0“ vor, einen Plan zur Stärkung der europäischen Sicherheitsführung. Gleichzeitig kritisierte Hegseth einige Verbündete scharf, ihnen „Trittbrettfahrertum“ vorwerfend, da sie ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Organisation nicht nachkämen.
Die verringerten US-Zusagen erhöhen den Druck auf die NATO-Mitglieder, die neuen Ausgabenziele zu erreichen. Zwar hat das Bündnis bereits eine deutliche Steigerung der Verteidigungsinvestitionen verzeichnet, doch könnten weitere Erhöhungen notwendig werden. Die Vorschläge zielen auf ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Sicherheitskonzept ab.






