US-Repräsentantenhaus beschließt Fristen für schnelle Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften
Marie SchulzUS-Repräsentantenhaus beschließt Fristen für schnelle Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften
Das US-Repräsentantenhaus hat den Faster Labor Contracts Act verabschiedet. Das Gesetz zielt darauf ab, Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und neu gegründeten Gewerkschaften zu beschleunigen und bundesweit verbindliche Fristen für Tarifverhandlungen festzulegen. Die endgültige Abstimmung endete mit 230 zu 193 Stimmen. Dabei schlossen sich 20 Republikaner den Demokraten an, um den Gesetzentwurf zu unterstützen.
Der Entwurf sieht vor, dass Unternehmen innerhalb von zehn Tagen nach der Anerkennung einer Gewerkschaft mit Vertragsverhandlungen beginnen müssen. Befürworter argumentieren, dass dadurch Verzögerungen bei Tarifvereinbarungen verringert würden. Bereits im März 2025 hatte der republikanische Senator Josh Hawley aus Missouri einen begleitenden Gesetzentwurf eingebracht. Der weitere Verlauf des Gesetzes hängt nun von den Entscheidungen der Führungsebene im Senat ab. Sollte es in Kraft treten, würde es die Rahmenbedingungen für Tarifverhandlungen in den USA grundlegend verändern.
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