03 May 2026, 01:00

US-Gericht verurteilt Lobbyisten für geheime Maduro-Kampagne gegen Trump-Regierung

Line graph showing Venezuela's private non-oil exports from 1997 to 2015, with red and yellow data series against a white background.

US-Gericht verurteilt Lobbyisten für geheime Maduro-Kampagne gegen Trump-Regierung

Ein US-Gericht hat die Lobbyistin Esther Nuhfer und den ehemaligen Politiker David Rivera wegen ihrer Verstrickung in ein illegales Lobbying-Netzwerk für das venezolanische Regime verurteilt. Beide hatten zwischen 2017 und 2018 im Auftrag von Nicolás Maduro agiert, um Einfluss auf die damalige US-Regierung unter Donald Trump zu nehmen.

Die Verurteilung betrifft ein komplexes Geflecht aus verdeckten Zahlungen, verschlüsselten Absprachen und dem Scheitern einer millionenschweren Einflusskampagne. Kern des Falls war ein scheinbar legitimer Deal mit dem US-Ableger des venezolanischen Staatsölkonzerns PDVSA, der in Wahrheit als Tarnung für illegale Lobbying-Aktivitäten diente. Rivera und Nuhfer nutzten dabei verschlüsselte Chatgruppen – darunter eine unter dem Codenamen MIA – um sich mit dem venezolanischen Medienmogul Raúl Gorrín abzustimmen. Ihr Ziel war es, über Riveras Kontakte zu Außenminister Marco Rubio und dem texanischen Kongressabgeordneten Pete Sessions die Politik der Trump-Administration zu beeinflussen.

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Das Vorhaben scheiterte jedoch früh: Kurz nach seinem Amtsantritt verhängte Trump Sanktionen gegen Maduro und bezeichnete ihn öffentlich als Diktator. Rivera wurde in allen Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter unterlassene Registrierung als ausländischer Agent sowie Geldwäscheverschwörung. Nuhfer erhielt ebenfalls eine Verurteilung für ihre Rolle in der Affäre. Beide müssen nun mit der Beschlagnahmung von Vermögenswerten rechnen – bei Rivera betrifft dies Immobilien in Doral und auf den Florida Keys.

Die Urteilsverkündung für die Angeklagten ist auf den 20. Juli datiert. Das Gericht wertete das Vorgehen als systematischen Versuch, US-Politik im Interesse des Maduro-Regimes zu manipulieren. Mit den Verurteilungen endet ein Fall, der die Verflechtung von Lobbyismus, ausländischen Interessen und US-Politik offenlegt. Rivera und Nuhfer stehen nun nicht nur vor Haftstrafen, sondern verlieren auch Teile ihres Vermögens. Die Entscheidung unterstreicht die Konsequenzen für illegale Einflussnahme auf demokratische Institutionen – selbst wenn diese, wie in diesem Fall, letztlich scheiterte.

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