Tödlicher Angriff auf Zugschaffner Serkan Calar erschüttert Saarland und Rheinland-Pfalz
Marie SchulzMinute of Silence im Landtag für Bahnfahrer - Tödlicher Angriff auf Zugschaffner Serkan Calar erschüttert Saarland und Rheinland-Pfalz
Ein 36-jähriger Zugschaffner, Serkan Calar, wurde im Februar bei einer Fahrkartenkontrolle in der Nähe von Landstuhl getötet. Die Tat hat zu Ermittlungen wegen Totschlags durch die Staatsanwaltschaft Zweibrücken geführt. Der Landtag des Saarlandes ehrte ihn diese Woche mit einer Schweigeminute.
Der Vorfall wird am 2. Februar, als Calar von Landstuhl in Rheinland-Pfalz nach Homburg im Saarland unterwegs war. Während der Ausübung seines Dienstes wurde er angegriffen und erlag später seinen Verletzungen.
Heike Winzent, die SPD-Landtagspräsidentin, äußerte sich nach der Ehrung. Sie warnte, dass Gewalt zunehme, wo der Respekt fehle. In ihrer Stellungnahme betonte sie die Notwendigkeit von Toleranz, um eine Gesellschaft ohne solche Angriffe aufzubauen.
Die Behörden haben inzwischen ein Totschlagsverfahren gegen den Verdächtigen eingeleitet. Unterdessen fordert die Eisenbahngewerkschaft bessere Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Personals in Zügen. Die Familie von Calar bittet in dieser Zeit um Unterstützung, während die Debatte über Arbeitssicherheit weitergeht.
Die Ermittlungen zu Calars Tod dauern noch an. Sein Fall hat Forderungen nach stärkerem Schutz für Beschäftigte im Verkehrssektor laut werden lassen. Die Ehrung des Landtags unterstrich die Bestürzung und Trauer, die in der gesamten Region spürbar sind.