Timi Zajc fliegt erneut raus – diesmal wegen vier Millimetern zu viel Stoff
Clara Franke"Findet es frech": Kritik an gesperrtem Skispringer Zajc - Timi Zajc fliegt erneut raus – diesmal wegen vier Millimetern zu viel Stoff
Timi Zajc beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zum zweiten Mal in Folge disqualifiziert
Zum zweiten Mal in Folge ist Timi Zajc vom Neujahrsspringen ausgeschlossen worden – diesmal in Garmisch-Partenkirchen. Sein Sprunganzug überschritt die zulässigen Maße um lediglich vier Millimeter. Der Regelverstoß bedeutet das vorzeitige Ende des Wettbewerbs für den Slowenen.
Der Skispringer wurde noch vor seinem ersten Versuch gestoppt, nachdem die Kontrolleure festgestellt hatten, dass sein Anzug die erlaubte Toleranz überschritt. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ähnlicher Vorfall – damals waren es drei Millimeter – ihn in Oberstdorf die Teilnahme gekostet. Die Wiederholungstat sorgt nun für scharfe Kritik.
Martin Schmitt, ehemaliger Skispringer und heutiger Eurosport-Experte, nannte Zajcs Verhalten "frech" und warf ihm vor, die Regeln bewusst zu ignorieren. Schmitt vermutet, dass das selbstbewusste Grinsen des Athleten die Kontrolleure veranlasst haben könnte, seinen Anzug vor dem Sprung zu prüfen – und nicht erst danach. Gegen die Disqualifikation gab es keinen Einspruch. Zajc war nicht der einzige Betroffene: Auch der US-Amerikaner Jason Colby und der Türke Fatih Arda İpcioğlu wurden wegen Verstößen gegen die Ausrüstungsvorschriften ausgeschlossen.
Felix Hoffmann, bestplatzierter deutscher Springer im Turnier, betonte, dass strenge Kontrollen zum Standard gehören. Profis müssten sicherstellen, dass ihre Ausrüstung den Regeln entspricht, bevor sie auf die Schanze gehen.
Mit der Disqualifikation scheidet Zajc aus dem weiteren Verlauf der Vierschanzentournee aus. Nach zwei aufeinanderfolgenden Verstößen werden seine Vorbereitung und Sorgfalt künftig wohl noch genauer unter die Lupe genommen. Unterdessen geht der Wettbewerb mit verschärften Materialkontrollen weiter.