Thüringer Kolleg in Weimar schließt wegen sinkender Schülerzahlen und hoher Kosten
Clara FrankeMinisterium: Rechnungshof forderte Schließung der Thüringen-Kollegs - Thüringer Kolleg in Weimar schließt wegen sinkender Schülerzahlen und hoher Kosten
Kolleg in Thüringen schließt wegen steigender Kosten und sinkender Schülerzahlen
Das Thüringer Kolleg in Weimar wird aufgrund steigender Kosten und rückläufiger Studierendenzahlen geschlossen. Die Entscheidung folgt einer Prüfung durch den Thüringer Rechnungshof, der finanzielle Belastungen und schlechte Abschlussquoten aufzeigte. Ab dem nächsten Jahr werden keine neuen Studierenden mehr aufgenommen, aktuelle Schüler:innen können ihre Kurse jedoch wie geplant abschließen.
Die Bildungseinrichtung kämpft seit Jahren mit sinkenden Anmeldezahlen. Die Zahl der Studierenden ist von über 100 vor einem Jahrzehnt auf nur noch 64 heute gesunken. Im vergangenen Jahr bestanden lediglich neun von 27 Schüler:innen das Abitur, während insgesamt nur 25 ihren Abschluss schafften.
Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf rund eine Million Euro – ein Betrag, den die Behörden als nicht mehr tragbar einstuften. Das Ministerium wird die Neuaufnahmen ab dem Studienjahr 2026/2027 einstellen. Bestehende Studierende können ihr Studium jedoch ohne Unterbrechung fortsetzen.
Thüringen bietet weiterhin alternative Wege zum Abitur an. Volkshochschulen und Fernlehrgänge ermöglichen ähnliche Abschlüsse. Mehrere Einrichtungen in ganz Deutschland, darunter das Nikolaus-Groß-Weiterbildungskolleg und die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin, führen vergleichbare dreijährige Lehrgänge durch.
Die Schließung markiert das Ende einer langjährigen Bildungseinrichtung in Weimar. Schüler:innen, die das Abitur anstreben, müssen künftig auf andere staatlich anerkannte Programme ausweichen. Die Entscheidung zielt darauf ab, die öffentlichen Ausgaben zu senken, während Bildungsmöglichkeiten über verschiedene Anbieter erhalten bleiben.






