08 January 2026, 08:31

Thüringen erlebt einen Frauenboom im Fahrlehrerberuf – und das ist erst der Anfang

Eine Frau fährt ein Auto.

Anteil weiblicher Fahrlehrerinnen in Thüringen steigt - Thüringen erlebt einen Frauenboom im Fahrlehrerberuf – und das ist erst der Anfang

Immer mehr Frauen drängen in den Fahrlehrerberuf in Thüringen – ein Wandel in einer traditionell männlich geprägten Branche

In Thüringen steigen zunehmend Frauen in den Beruf der Fahrlehrerin ein und verändern damit das Bild einer lange Zeit von Männern dominierten Branche. 2025 stieg der Anteil der weiblichen Auszubildenden auf 21 Prozent – ein Zeichen für wachsendes Interesse und eine steigende Nachfrage nach Fahrlehrerinnen in diesem Bereich.

Im vergangenen Jahr schlossen in Thüringen 365 neue Fahrlehrer ihre Ausbildung erfolgreich ab. Das Programm umfasst neun Monate theoretischen Unterricht, gefolgt von vier Monaten praktischer Erfahrung. Am Ende müssen die angehenden Fahrlehrerinnen vier staatliche Prüfungen bestehen, die sowohl praktische Fahrfähigkeiten als auch schriftliche und mündliche Theorieprüfungen abdecken.

Von den Teilnehmern, die sich den Abschlussprüfungen stellten, fielen 7,15 Prozent durch. Dennoch bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fahrlehrern – insbesondere nach Frauen – in der gesamten Region hoch. Frank Roßner, Leiter des Thüringer Landesverwaltungsamtes, betonte, dass die zunehmende Zahl weiblicher Auszubildender einen grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung des Berufs widerspiegelt. Die Prüfungen umfassen Themen von Verkehrsregeln bis hin zu didaktischen Methoden. Mit mehr Frauen in der Branche löst sich der Fahrlehrerberuf allmählich von seinem Image als typischer Männerberuf.

Der Anstieg an Fahrlehrerinnen erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin anspruchsvollen Ausbildungssystems in Thüringen. Eine Durchfallquote von 7,15 Prozent zeigt, dass die Prüfungen nach wie vor herausfordernd sind. Doch die wachsende Zahl von Frauen, die in den Beruf einsteigen, unterstreicht den demografischen Wandel in der Branche. Behörden erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt, da die Nachfrage nach vielfältigen Fahrlehrkräften weiterhin hoch bleibt.