Tausende fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Tim SimonFrauentag in Berlin: Lauter Protest für mehr Rechte - Tausende fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um für Gleichberechtigung zu demonstrieren. Bei dem Marsch wurde auch Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen angeprangert. Die Veranstalter meldeten eine starke Beteiligung – die Polizei schätzte allein in der Hauptstadt bis zu 20.000 Teilnehmende.
Die Kundgebung wurde von einem Bündnis aus Gewerkschaften, Frauenorganisationen und zivilgesellschaftlichen Initiativen getragen. Demonstrantinnen und Demonstranten hielten Schilder mit Parolen wie "Gleichberechtigung ist kein Raketenwissenschaft" oder "Männer morden nicht aus Liebe". Rednerinnen auf der Veranstaltung kritisierten die anhaltende Gewalt gegen Frauen und forderten ein Ende der Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, warf der Bundesregierung vor, den Sozialstaat ausgehöhlt zu haben. Zudem forderte sie schärfere Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Viele Plakate zeigten Solidarität mit der Widerstandsbewegung im Iran und trugen den Spruch "Frau, Leben, Freiheit".
Auch über Berlin hinaus fanden in mindestens sechs weiteren deutschen Städten – Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hannover, Oldenburg und Osnabrück – eigene Demonstrationen statt. Überall wurden dieselben Forderungen nach Gleichstellung und einem Ende geschlechtsspezifischer Gewalt erhoben.
Die Proteste unterstrichen die anhaltenden Appelle nach stärkerem rechtlichem Schutz und gesellschaftlichem Wandel. Mit Kundgebungen in mehreren Städten machten die Organisatorinnen deutlich, dass Gleichberechtigung in Deutschland weiterhin ein zentrales Thema bleibt. Gleichzeitig lenkten die Veranstaltungen den Blick auf globale Kämpfe, darunter die Solidarität mit den Frauenbewegungen in der Welt.






