Studierende besetzen UAEM-Campus nach Femiziden – Verhandlungen stehen bevor
Lukas BraunStudierende besetzen UAEM-Campus nach Femiziden – Verhandlungen stehen bevor
Studierende der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM) besetzen seit acht Tagen den Campus Chamilpa. Die Protestaktion folgt auf jüngste Femizide und die Forderung nach besseren Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände. Die Universitätsleitung hat nun zu Gesprächen eingeladen.
Die Besetzung begann nach den Morden an Kimberly und Karol, zwei Studentinnen, deren Tod zu Aufrufen nach Konsequenzen führte. Als Reaktion übergab das Universitätspersonal den Protestierenden einen Brief, unterzeichnet von Rektorin Viridiana León Hernández. Darin wurden sie zu offiziellen Verhandlungen eingeladen, die für Dienstag angesetzt sind.
Pablo Tamez Ponce, ein Student der Hochschule, begrüßte den vom Gouverneur vorgeschlagenen Umfassenden Sicherheitsplan für die Universität. Er betonte, dass Maßnahmen wie die Installation von Überwachungskameras und Notrufknöpfen die Autonomie der Universität nicht einschränken würden. Vielmehr zielten sie darauf ab, langjährige Sicherheitsprobleme zu lösen – darunter die mangelhafte Beleuchtung in kritischen Bereichen des Campus.
Tamez Ponce kündigte zudem an, mit Kommiliton:innen Dialogveranstaltungen abzuhalten, um einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten, der ihre Anliegen widerspiegelt. Studierende der Fakultäten für Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Informatik unterstützen die Sicherheitsinitiative bereits.
Die Einladung der Universität zu Gesprächen markiert einen Schritt zur Beilegung der Konfrontation. Sollte der Sicherheitsplan umgesetzt werden, könnten neue Maßnahmen wie verbesserte Beleuchtung, Kameras und Notfallsysteme eingeführt werden. Das Ergebnis der Dienstagsverhandlungen wird zeigen, ob die Studierenden ihre Besetzung beenden.






