01 May 2026, 12:38

SPÖ riskiert Koalition gegen FPÖ – doch der Preis ist hoch

Plakat in Wien wirbt für eine Abspaltung, zeigt ein Pferd und mehrere Personen mit Text zu den Ereignissen.

SPÖ riskiert Koalition gegen FPÖ – doch der Preis ist hoch

Die Sozialdemokraten (SPÖ) sind eine Koalitionsregierung eingegangen, um die rechtspopulistische FPÖ daran zu hindern, Österreich zu regieren. Dieser Schritt erfolgt, nachdem die FPÖ bei der Wahl im September 2024 den größten Stimmenanteil errungen hatte. Parteichef Ralph Babler nimmt eine kämpferische Haltung ein und kritisiert sowohl seine politischen Gegner als auch den schwindenden Rückhalt seiner eigenen Partei.

Bei der Wahl 2024 erreichte die FPÖ 28,8 Prozent der Stimmen, während die konservative ÖVP mit 26,3 Prozent folgte. Die SPÖ fiel auf 21,1 Prozent zurück, die liberalen Neos kamen auf 9,1 Prozent. Die Ergebnisse drängten die Sozialdemokraten auf den dritten Platz – in aktuellen Umfragen liegt ihre Unterstützung mittlerweile unter 20 Prozent.

Um zu verhindern, dass Herbert Kickls FPÖ die Regierung stellt, schloss sich die SPÖ im März 2025 mit ÖVP und Neos zusammen. In einer Rede vor dem Parteitag griff Babler Kickl direkt an. Schlagzeilen machte er zudem, als er den US-Präsidenten Donald Trump als sein Vorbild bezeichnete und dessen aggressive, chaotische politische Strategie lobte.

Trotz dieser Bewunderung erklärte Babler später: "Österreich braucht keinen Trump." Dieser Widerspruch unterstreicht die innerparteilichen Spannungen der SPÖ, die in einem sich wandelnden politischen Umfeld um Einfluss ringt.

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Die Koalition markiert einen strategischen Kurswechsel für die Sozialdemokraten, die nun als kleinerer Partner regieren. Ihre Entscheidung spiegelt sowohl die wachsende Stärke der FPÖ als auch die eigene geschwächte Position wider. Wie dieses Bündnis die zukünftige Politik Österreichs prägen wird, bleibt abzuwarten.

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