24 May 2026, 02:13

SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Albigs Kooperationsvorschlag

SPD-Vizechefin Midyatli: Albig ist mit AfD-Kooperationsvorschlag total daneben

SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Albigs Kooperationsvorschlag

Eine führende Vertreterin der SPD hat einen früheren Ministerpräsidenten scharf kritisiert, nachdem dieser eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD ins Spiel gebracht hatte. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten, verurteilte den Vorschlag, Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD zu bilden. Ihre Äußerungen erfolgten als Reaktion auf Forderungen von Torsten Albig, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, der solche Konstellationen prüfen wollte.

Midyatlı bezeichnete die Alternative für Deutschland (AfD) als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Die Partei stelle eine direkte Gefahr für demokratische Werte dar und müsse mit stärkerem Widerstand konfrontiert werden, betonte sie. In diesem Zusammenhang forderte sie eine umgehende Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei.

Die SPD-Politikerin ging noch einen Schritt weiter und sprach sich für ein vollständiges Verbot der AfD aus. Zudem gelobte sie als Sozialdemokratin, der Partei „immer und überall“ entgegenzutreten. Ihre Aussagen folgten auf Albigs Appell an SPD-Kollegen, in Landesparlamenten Minderheitsregierungen mit stiller Duldung der AfD in Erwägung zu ziehen.

Der Streit offenbart tiefe Gräben innerhalb der SPD im Umgang mit dem wachsenden Einfluss der AfD. Während Midyatlı jede Form der politischen Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei ausschließt, setzt sie stattdessen auf rechtliche und verfassungsmäßige Schritte, um deren Rolle in der deutschen Politik einzudämmen.

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