Softwarekonzern in der Krise: Aktie stürzt ab – doch diese Termine könnten alles ändern
Clara FrankeSoftwarekonzern in der Krise: Aktie stürzt ab – doch diese Termine könnten alles ändern
Ein führender Softwarekonzern durchlebt eine turbulente Phase: Der Aktienkurs stürzt ab, während entscheidende finanzielle Meilensteine bevorstehen. Innerhalb des letzten Jahres haben die Papiere fast 65 % an Wert verloren und mit 4,48 Euro ein 52-Wochen-Tief erreicht. Nun richten Anleger den Blick auf drei zentrale Termine im Jahr 2026, die die künftige Ausrichtung des Unternehmens prägen werden.
Trotz einiger Lichtblicke im Kerngeschäft kämpft das Unternehmen mit Herausforderungen. Im Unternehmenssegment (Enterprise) stieg der wiederkehrende Jahresumsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) um 11 % auf 241 Millionen Euro. Ein Rekorddeal in den USA trieb das Enterprise-Geschäft zudem um 19 % nach oben. Gleichzeitig ging der Umsatz im traditionellen Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) jedoch leicht zurück.
Die Abwanderungsrate (Churn Rate) kletterte im vierten Quartal auf 16,4 % und soll bis Mitte 2026 auf hohem Niveau bleiben. Die Übernahme des britischen Softwareunternehmens 1E im Jahr 2024 wird voraussichtlich zu einem einmaligen Kundenverlust von rund 8 Millionen Euro im ersten Quartal 2026 führen. Die Geschäftsführung rechnet für das Gesamtjahr nur mit moderatem Wachstum: Der währungsbereinigte Umsatz soll um 0 % bis 3 % steigen, während die bereinigte EBITDA-Marge bei etwa 43 % liegen dürfte.
Auf Produktseite treibt das Unternehmen neue Integrationen voran, darunter eine verbesserte Kompatibilität mit Microsoft Intune. Zudem entsteht in Partnerschaft mit Cybus eine Lösung für Augmented-Reality-Anwendungen. Parallel dazu wechselt der Konzern vom MDAX in den SDAX – ein Schritt, der bei indexfolgenden Fonds zu Portfolioanpassungen führen könnte.
Die nächsten großen Updates des Unternehmens stehen im März 2026 mit dem Jahresfinanzbericht an, gefolgt von den Quartalszahlen für Q1 im Mai und der Hauptversammlung im Juni. Diese Termine werden weitere Klarheit über die finanzielle Lage und die strategische Ausrichtung bringen. Bis dahin warten Investoren und Analysten auf konkrete Anzeichen einer Stabilisierung bei Umsatz und Kundenbindung.






