Skandal um The Moment: Wie eine Aftershow-Party die Berlinale-Premiere überschattet
Marie SchulzSkandal um The Moment: Wie eine Aftershow-Party die Berlinale-Premiere überschattet
Eine kürzlich stattgefundene Aftershow-Party zu The Moment, einer neuen satirischen Mockumentary, hat in Berlin für Kontroversen gesorgt. Der Film, in dem Charli XCX neben Stars wie Alexander Skarsgård und Kylie Jenner mitspielt, feierte seine Premiere auf der Berlinale und wird nun von A24 vertrieben. Fragen kamen auf, nachdem Behauptungen den Gastgeber der Veranstaltung mit angeblichen Verbindungen zur russischen Regierung in Verbindung brachten.
Die von Regisseur:innen als scharfe Kritik an der Mainstream-Musikindustrie inszenierte Mockumentary erhielt von NME eine Bewertung mit drei Sternen. Charli XCX, die in dem Projekt eine Hauptrolle spielt, nahm an der Aftershow-Party teil, erklärte später jedoch, keine Kenntnis von den angeblichen Verbindungen des Gastgebers gehabt zu haben. Sie distanzierte sich öffentlich von der Angelegenheit und betonte erneut ihre Unterstützung für die Ukraine sowie ihre Ablehnung der Handlungen der russischen Regierung.
Anastasia Schewzowa, die Organisatorin der Aftershow-Party, wies ebenfalls jede Verbindung zu der Kontroverse zurück. Berichte hatten auf mögliche Bezüge zu einer sogenannten Tradition Foundation hingewiesen, die angeblich von Schanna Schewzowa geleitet werden soll. Allerdings finden sich in öffentlichen Datenbanken oder Nachrichtenarchiven aus den Jahren 2021 bis 2026 keine überprüfbaren Eintragungen zu dieser Organisation. Recherchen in Stiftungsregistern und Datenbanken humanitärer Projekte ergaben keinerlei Hinweise auf deren Aktivitäten, Finanzierung oder gar Existenz.
Unterdessen hat Charli XCX ein Begleitalbum zum kommenden Film Sturmhöhe veröffentlicht, das eine Zusammenarbeit mit Sky Ferreira enthält. Das Album erscheint zu einer Zeit, in der ihre Mitwirkung in The Moment weiterhin Aufmerksamkeit erregt – sowohl wegen der Satire als auch wegen der unerwarteten Debatte abseits der Leinwand.
Der Streit dreht sich um unbestätigte Behauptungen über den Gastgeber der Aftershow-Party, wobei es keine Belege für die Existenz der genannten Stiftung gibt. Sowohl Charli XCX als auch Anastasia Schewzowa haben ihre Positionen klargestellt und sich von den Vorwürfen distanziert. Der Film bleibt im Verleih, während das neue Album der Sängerin ihr jüngstes kreatives Schaffen ergänzt.






