Skandal um Stadträtin mit bedrohtem Spinnenaffen in Mexiko
Nachdem eine Stadträtin in Mexiko gefilmt wurde, wie sie einen bedrohten Spinnenaffen hält, ist nun Anzeige erstattet worden. Das viral gegangene Video zeigt Silvia Iliana Villarruel Gutiérrez aus Ocotlán, Jalisco, die das Tier während einer öffentlichen Veranstaltung in den Armen trägt. Die Behörden haben daraufhin Ermittlungen eingeleitet.
Der Skandal begann, als ein Video auftauchte, das Villarruel mit einem Geoffroy-Spinnenaffen (Ateles geoffroyi) in der Casa de la Cultura von Ocotlán zeigt. Auf den Aufnahmen wirkt das Tier sichtlich aufgeregt, während sie es festhält und nach ihm schlägt. Die Art steht in Mexiko unter Artenschutz und darf laut Gesetz weder für private noch für kommerzielle Zwecke entnommen oder gehalten werden.
Am 10. Februar besuchten Inspektoren der mexikanischen Bundesanwaltschaft für Umweltschutz (PROFEPA) die städtischen Büros, um die Herkunft und den rechtlichen Status des Affen zu überprüfen. Villarruel gab später zu, die Frau auf dem Video zu sein, bestritt jedoch, Besitzerin des Tieres zu sein – sie habe es lediglich ausgeliehen.
PROFEPA fordert nun von Villarruel Angaben, um die Person zu identifizieren, die den Affen illegal hielt. Die Behörde hat zudem ein förmliches Verfahren eingeleitet, um den Sachverhalt aufzuklären und den Schutz des Tieres sicherzustellen. Die Ermittlungen dauern an, wobei PROFEPA auf eine Aufklärung des Falls und die Verantwortung der Beteiligten drängt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Anklage gegen die Verantwortlichen für den illegalen Besitz des Affen erhoben wird. Nach mexikanischem Recht drohen bei Straftaten gegen bedrohte Tierarten empfindliche Strafen.






