Sheinbaum wehrt Trumps Drohungen ab und setzt auf Sicherheitskooperation mit den USA
Clara FrankeSheinbaum wehrt Trumps Drohungen ab und setzt auf Sicherheitskooperation mit den USA
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo hat sich zur Sicherheitszusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten geäußert und dabei jüngste Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen. Gleichzeitig skizzierte sie Pläne, die Kommunikation zwischen beiden Ländern in den Bereichen maritime Überwachung und weitergehende Sicherheitsfragen zu vertiefen.
Bei einer Pressekonferenz präzisierte Sheinbaum die mexikanische Haltung zur grenzüberschreitenden Sicherheit und bestätigte die laufende Abstimmung mit US-Behörden. Zunächst relativierte sie Trumps Äußerungen über mögliche militärische Maßnahmen der USA gegen Drogenkartelle in Mexiko. Seine Kommentare bezeichnete sie schlicht als "seine Art zu kommunizieren" und lenkte den Fokus auf bestehende Abkommen.
Die Präsidentin hob anschließend ein rund um die Uhr besetztes Kontrollzentrum der mexikanischen Marine hervor, das in ständigem Austausch mit der US-Regierung und der Küstenwache stehe, um die Hoheitsgewässer Mexikos zu überwachen. Sie verwies auf eine formelle Vereinbarung mit der US-Küstenwache und dem Northern Command zur Stärkung der Überwachungsbemühungen.
Um die Beziehungen weiter zu verbessern, wies Sheinbaum Außenminister Juan Ramón de la Fuente an, Kontakt mit dem US-Außenminister Marco Rubio aufzunehmen. Zudem erwähnte sie eine separate Absprache mit Trump über eine umfassendere Sicherheitskooperation.
Neben den USA-Beziehungen sprach Sheinbaum über einen möglichen Besuch in Brasilien im Mai. Gespräche mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva über die Reise bestätigte sie, gab jedoch keine weiteren Details bekannt.
Die mexikanische Marine überwacht weiterhin rund um die Uhr die eigenen Gewässer, gestützt durch Abkommen mit US-Sicherheitsbehörden. Die Regierung hat zudem Schritte unternommen, um die Kommunikation mit Washington zu formalisieren und so die laufende Koordination zu sichern.
Sheinbaums Aussagen deuten darauf hin, dass der Schwerpunkt auf diplomatischen und operativen Maßnahmen liegt – und weniger auf einer Reaktion auf Trumps Rhetorik.






